Ein schöner Brauch ist das Schönebecker Osterfeuer

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Auf dem Festplatz der Bergbaukolonie Schönebeck brannte am Samstag wieder ein Osterfeuer. Ein schöner Brauch, der seit vielen Jahren Anwohner und Gäste des Ortsteils begeistert. Fotos: Brändlein
 
Die Einladung zum Osterfeuer in Schönebeck wurde auch in diesem Jahr wieder gerne angenommen. Ganze Familien versammelten sich auf dem Festplatz. Amelie und Mia hatten ihren Spaß bei der Suche nach den bunten Ostereiern, die die Organisatoren auf dem Gelände versteckt hatten.

Blauer Himmel, Sonne und angenehme Temperaturen lockten rund fünfhundert Besucher zum traditionellen Osterfeuer in die Schacht-Kronprinz-Straße nach Schönebeck.

„Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1993 nutzen wir unterschiedliche Anlässe, um den nachbarschaftlichen Zusammenhalt in unserem Stadtteil zu fördern – altes Brauchtum wie das jährliche Osterfeuer wird sowohl von Anwohnern als auch auswärtigen Gästen begeistert angenommen“, freut sich Karsten Fähndrich vom Verein Bergbaukolonie Schönebeck.

Licht der Welt

Mit hoch auflodernden Holzfeuern wurde schon in vorchristlicher Zeit der Frühling begrüßt, die Geister und Dämonen des Winters sollten vertrieben, die neue Saat durch den reinigenden Schein des Feuers geschützt und Wachstum und Ernte gesichert werden. Auch bei den christlichen Osterfeierlichkeiten ist das Osterfeuer nicht mehr wegzudenken, symbolisiert es doch aus kirchlicher Sicht die Freude über die Auferstehung Jesu, das „Licht der Welt“.
Heute dient das Osterfeuer oft als Anlass, sich gemeinsam mit Freunden, der Familie und mit den Nachbarn zu treffen, um am wärmenden Feuer gemütlich Getränke und Speisen zu genießen. So auch in Schönebeck.
„Ich habe früher hier im Ortsteil gewohnt und komme zu solchen Anlässen gerne hierher zurück“ berichtet Martha Dembinski, die sich mit ihrer Freundin auf den Weg zum Festplatz an der Schacht-Kronprinz-Straße gemacht hat.
Auch Brigitte Knobelsdorff hat sich am frühen Abend unter die Besucher gemischt. „Wenn wir an Ostern zu Hause sind, kommen wir immer zum Schönebecker Osterfeuer, heute sogar mit dem Fahrrad“, verrät sie.
Für das leibliche Wohl hatten die Organisatoren der Veranstaltung bestens gesorgt. Und das Angebot kam an. Lange Schlangen bildeten sich an den Bratwurst- und Getränkeausgaben. Dieter Kunkel, 1. Vorsitzender des Bergbaukolonie-Vereins, half tatkräftig mit beim Würstchenbraten und auch sonst gab es viele helfende Hände.
„Wir wurden dieses Jahr großartig von den Nachbarn unterstützt, die uns jede Menge Baumschnitt und Holzreste für unser Feuer zur Verfügung gestellt haben“, betont Karsten Fähndrich.
Und dann war es endlich soweit: das von Alt und Jung mit Spannung erwartete Osterfeuer wurde entzündet und bald schlugen die Flammen hoch in den Himmel. Frieren musste ab da auch keiner mehr, denn die sich entwickelnde Wärme breitete sich immer mehr aus.

Schöner Brauch

„Der Osterhase hat auf dem Nebengrundstück Süßigkeiten und Eier für alle Kinder versteckt“, kaum war diese Nachricht verkündet, gab es unter den Kids kein Halten mehr, sie machten sich eilig auf die Suche nach den gut versteckten Leckereien. Amelie und Mia präsentieren stolz ihre gefundenen Geschenke. Der kleine Luis hält sein buntes Osterei ganz vorsichtig fest. Er ist mächtig stolz auf seinen Fund sagt er: „Das esse ich gerne!“
„Ein schöner Brauch und ein sehr gelungener Abend in jeder Hinsicht - gerne kommen wir im nächsten Jahr wieder“, versichert Manfred Thomas, der zum ersten Mal das Schönebecker Osterfeuer besucht hat.

Text: Doris Brändlein
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