EPA: Jahrestag, Klubheim und ganz viel zu tun

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Das Ehepaar Marcus und Patricia Adamski mit dem Team von „Essen packt an!“.
 
Das Landhaus Vogelheim an der Hafenstraße, Grenze zu Borbeck, ist das neue Klubhaus von „Essen packt an!“ (EPA). Die Miete ist frei, dafür wurde aber mächtig geschuftet.

Mit Trommelwirbel nimmt man die Hausdame des Landhauses Vogelheim in Essen in Empfang. Patricia Adamski ist gerührt. Längst hat sie mit dem „Essen packt an! (EPA)“-Team Freundschaft geschlossen.

Dabei hat die Kooperation ganz pragmatisch begonnen. „Wir hatten die Räumlichkeiten, aber es war so viel zu tun“, so Adamski, deren Mann Marcus Inhaber der Gastronomie an der Hafenstraße 181 ist. Ungepflegt und verwildert sei das Gelände nach diversen Pächterwechseln der vergangenen Jahre gewesen, wirtschaftlich habe eine professionelle Aufarbeitung in keinem Verhältnis gestanden.
Aber für´s ehrenamtliche Anpacken sind die EPA-Leute ja bekannt, diesmal in eigener Sache. Denn die waren zufällig gerade auf der Suche nach einer Bleibe. Kein Wunder: Die Aufgabengebiete, denen man sich nach den Ela-Ursprüngen stellt, wachsen stetig und damit auch der logistische Aufwand und der dringende Bedarf nach eigenen vier Wänden für Veranstaltungen diverser Art.

Nach dem Eine-Hand-wäscht-die-andere-Prinzip war der Deal schnell klar: Das Ehepaar Adamski, das ursprünglich über eine dort aktive Freundin Kontakt zu EPA geknüpft hatte, bot eine mietfreie Nutzung an Wochentagen (sprich abseits des Gastrobetriebs an den Wochenenden) bis Ende 2016 an. Insofern man sich dem Landhaus und zugehörigem Grundstück eben selbst annehme. Gesagt, getan. Über knapp zwei Monate krempelte ein Kern von zehn Engagierten die Ärmel hoch, sammelte das notwendige Werkzeug zusammen und machte sich an die Innen- und Außenarbeiten.

„Die waren sogar richtig froh, mal wieder die Kettensägen auszupacken“, grinst Adamski. Jene waren nach dem Ela-Aufräumen schon länger nicht mehr im Einsatz. Teils mithilfe von Baggern wurden Bäume entwurzelt (auch noch teils Sturm-Rückstände) und dort, wo bisher nur noch Wildwuchs zu finden war, fanden 80 Tonnen Schotter und Kies ihren Platz. Es wurden Wände und Tische gestrichen.
„Und das Schönste waren die gemeinschaftlichen Frühstücke auf der Terrasse“, ergänzt die neue Heldin der sogenannten „EPAlaner“ auch eine ganz wichtige, soziale Komponente der Aktion. Teamwork und Freundschaften gehören nämlich bis heute zu den großen Stärken der ehrenamtlichen Verbindung. So ist es auch selbstverständlich, dass man gern zusammen feiert. Etwa kürzlich den einjährigen Geburtstag von EPA und zugleich die Einweihung des neuen Klubheims. Bei Bier und Würstchen und dem lokalen Schlagersterchen Marcel P. kamen alte und neue Wegbegleiter gern auch mal ohne Aufgabe zusammen, trugen stolz die frisch eingetroffenen knatschgrünen Logo-Shirts aus und schmiedeten, na klar, neue Pläne.

Tätigkeitsfelder gibt es ohnehin genug. Speziell „Warm durch die Nacht“ ist zur Institution geworden. Mit dem Suppenfahrrad geht es regelmäßig durch die Nacht, um Obdachlose zu verpflegen. Aber auch Umweltthemen (Stichwort Riesenbärenklau), Nachbarschaftshilfe und vieles mehr stehen auf der EPA-Agenda. Erfahrungen der Initiative werden weitergetragen, Auszeichnungen eingeheimst. Und nicht zuletzt auch Veranstaltungen angeboten, fortan präferiert im Landhaus Vogelheim. So steht am Donnerstag, 9. Juli, 18 bis 20 Uhr etwa eine kostenlose Rechts-Erstberatung (Spezialgebiet: Sozialrecht) an. Angesprochen sind Menschen ohne finanzielle Mittel für anwaltliche Hilfe. Nachzuweisen ist dies etwa über die Freiwilligenkarte „essen.engagiert“ oder die Essen.dabei-Rabattkarte.
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