Heimatkalender zeigt Schnappschüsse aus Borbeck

Anzeige
Andreas Koerner und Rainer Henselowsky (r.) mit dem neuen Heimatkalender 2015, der erstmals in Farbe erschienen ist. (Foto: Winkler)

Elisabeth Stenert und Josef Schramm können sich noch gut an die Begeisterung ihres Vaters erinnern. Der Borbecker war Fotograf mit Leib und Seele. Aus dem Privatarchiv des 1974 verstorbenen Emil Schramme stammt eine Vielzahl von Fotos, die den Borbecker Heimatkalender 2015 mit Leben füllen.

Gleiches gilt für die Aufnahmen von Theodor Brockhoff (1909-1994). „Mein Vater entwickelte alle seine Fotos selbst“, erinnert sich Tochter Christa Schmidt an die Dunkelkammer im Keller des elterlichen Hauses. „Meine Mutter hat sich immer fürchterlich aufgeregt, über Flecken in den Tischdecken. Die haben Entwickler und andere Chemikalien verursacht.“ In Brockhoffs Dunkelkammer sind viele Fotoarbeiten entstanden, die das langjährige Mitglied der Borbecker Fotofreunde unter anderem für die Teilnahme an Wettbewerben erstellt hat.

Veränderungen im Stadtteil dokumentiert


„Das Besondere an den Arbeiten der Borbecker Heimatfotografen ist, dass sie eben nicht wie viele andere ausschließlich die besonderen Ereignisse innerhalb des Familienlebens abgelichtet haben. Sie haben die Veränderungen im Stadtteil dokumentiert“, freut sich Rainer Henslowsky. Der Schönebecker Verleger ist gemeinsam mit Andreas Koerner vom Kultur-Historischen Verein Borbeck verantwortlich für Text, Recherche und Redaktion des 28 Seiten starken Borschürenkalenders. Der ist in diesem Jahr erstmals in Farbe erschienen. „Es ist ungewöhnlich, dass Fotos aus den 50er und 60er Jahren farbig und in so guter Qualität vorhanden sind. Deshalb wäre es schade gewesen, sie nicht auch so zu zeigen“, erklärt der Inhaber von edition rainruhr.

Kalender lädt zum Lesen ein

Im April haben Koerner und Henselowsky mit der Sichtung und Auswahl der Fotos begonnen. Unter dem Titel „Schnappschüsse von gestern“ sind sie im aktuellen Heimatkalender für 2015 zu sehen.
Die Borbecker Ansichten aus dem vergangenen Jahrhundert wurden mit erläuternden Texten und Aufnahmen aus der Gegenwart ergänzt. „Der Kalender ist auch diesmal kein reiner Fotokalender“, weiß Henselowsky. Er lade zudem zum Lesen ein.
Seit Wochenbeginn ist der Heimatkalenderim örtlichen Buchhandel sowie einigen Schreibwarengeschäften zu bekommen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.