Hindernisparcours am Germaniaplatz in Borbeck

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Auf dem Germaniaplatz verbergen sich einige unschöne Stolperfallen. Vor allem für diejenigen, die mit dem Rollator unterwegs sind, ist das nicht ganz ungefährlich. (Foto: Debus-Gohl)

Der Bürger- und Verkehrsverein Borbeck möchte wissen, wo den Borbeckern der Schuh drückt. Deshalb gibt es den monatlich stattfindenden Bürgerdialog. Ein Forum, wo Probleme, Anregungen und auch Ängste vorgetragen und diskutiert werden können. Dass das Konzept aufgeht, zeigte sich zu Wochenbeginn.

Eine Gruppe von acht Senioren nutzte die Einladung des BBVV, um den Vorstandsmitgliedern Susanne Asche und Franz Josef Gründges ihre Sorgen vorzutragen. Tenor: Das Wohnen im Borbecker Zentrum stellt Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität vor echte Herausforderungen. Vor allem im Bereich des Germaniaplatzes, so erklärten Mitglieder des Seniorinnenkreises St. Dionysius, lauerten regelrechte Stolperfallen.

Sturzgefahr


"Das kleinteilige Kopfsteinpflaster dort stellt für Menschen mit Rollatoren und Rollstuhlfahrer einen regelrechten Hindernisparcour dar. Einen Hindernisparcours mit Sturzgefahr." Daran haben auch die neu verlegten Steinplatten nichts geändert. Vor allem der Weg vom Germaniaplatz zur Haltestelle und zur Marktstraße müsse dringend barrierefrei umgebaut werden, so die Sprecherin der Runde.
Mit ihrer Einschätzung stehen die Mitglieder des Seniorenkreises nicht alleine da. "Meine Lebensgefährtin ist hier auch schon gestürzt", berichtet ein Borbecker. "Vor allem da, wo sich einzelne Steine gelöst haben, ist es richtig gefährlich."
Als große Einschränkung empfinden die älteren Bewohner der Wohnanlage am Germaniaplatz auch das Verbot der Zufahrt von Taxen. "Zumal das selbst für Behinderte und kranke Arztbesucher keine Ausnahme vorsieht."

Zu hohe Einstiege


Und auch die Nutzung des ÖPNV ist nicht problemlos. "Die Straßenbahnlinie 103 fährt immer noch nicht als Niederflurbahn, trotz vieler anders lautender Versprechungen", ärgern sich die Senioren. Denn wegen der zu hohen Einstiege ist die Bahn für Menschen mit einschränkter Mobilität praktisch nicht nutzbar.
Susanne Asche hatte ein offenes Ohr für die Anliegen der Senioren: "Wir werden die Mängel an die zuständigen Stellen weiterleiten", versprach sie. "Interessen und Probleme zu benennen und gemeinsam einen Blick auf das Zusammenleben im Stadtteil zu haben, ist der erste Schritt für Verbesserungen." Dazu will der Bürgerdialog beitragen.
Ansatzpunkte gibt es viele, auch und gerade um den Germaniaplatz: Fehlende oder durch Vandalismus beschädigte Papierkörbe, Lärmbelästigungen am Abend und regelmäßige Müllansammlungen rund um die Sitzanlagen sind Ärgernisse, die nicht nur Senioren beklagen.
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