I love Borbeck - Fanseite für Essener Stadtteil!

Anzeige
So wie Jens lieben viele Bürger den Stadtteil Borbeck. Foto: Roth
 
Jens Glätzer hat "I love Borbeck" gegründet. Foto: Winkler

Veranstaltungen, Fotos, Kultur, Sport - und das alles aus Borbeck für Borbecker. Vor knapp vier Monaten ging Jens Glätzer mit seiner Social Media Seite „I love Borbeck“ an den Start.

Von Null auf knapp 1.300 in rund vier Monaten, der Borbecker Jens Glätzer reibt sich angesichts seines Erfolges noch selbst die Augen. Über die Macht des Internets war er sich zwar bewusst und auch in seine geliebte Heimat hegte er Vertrauen, doch dass sein Projekt „I love Borbeck“ derart viele Fans finden würde, damit hätte er nicht gerechnet.

"Ich bin ein Lokalpatriot"

„Ich habe die Seite einfach aus einer Laune heraus gegründet“, grinst der Macher. „Ich bin eben ein kleiner Lokalpatriot.“
Angelehnt an bereits etablierte Namensvetter, die diversen Städten huldigen, setzte er seine Idee, dies auf ein kleineres Gebiet herunterzubrechen, am 31. März dieses Jahres um und ging damit im Sozialen Netzwerk Facebook online. Das Schloß Borbeck als Titelbild, ein paar Infos zum Stadtteil, der Auftakt ging ohne aufwändige Gestaltung oder großartige Inhalte über die Bühne.
„Doch ganz fix kamen die ersten 700 Likes zusammen“, erinnert sich Glätzer. „Und das waren nicht bloß Freunde und Nachbarn.“ Das war für ihn, der eigentlich in Altenessen geboren wurde, aber seit 1998 Borbecker ist, eine dicke Überraschung.

Pflege nimmt viel Zeit in Anspruch

Doch mit dem Interesse waren alsbald auch Verpflichtungen verbunden. „Ich musste mich mit der Rechtslage auseinandersetzen, was gepostet werden darf und was eben nicht“, so der „I love Borbeck“-Gründer, „auch dass so eine Facebook-Seite ein Impressum braucht, musste ich erst lernen“. Zudem wuchs der Zeitaufwand, die Plattform zu betreiben, stetig an. „An manchen Tagen sitze ich mehrere Stunden daran“, verrät der Essener, der vom RWE bis zum Stauder-Pils verrückt ist nach allem, was seiner Umgebung entstammt.
„Ich klicke mich quer durchs Internet, studiere zum Beispiel städtische Seiten oder den Lokalkompass, lese die Zeitungsberichte“, so kommen die Informationen, die später auf „I love Borbeck“ veröffentlicht werden, Stück für Stück zusammen. Mittlerweile wenden sich die Borbecker zudem auch selbst per persönlicher Mitteilung an den Seitenbetreiber und kündigen so Veranstaltungen an, die sie bei ihm wiederfinden mögen.

Hobby-Fotografen liefern Bilder

„Allein kann ich die Arbeit gar nicht mehr bewältigen“, ist das lokale Geflecht längst über ein Ein-Mann-Projekt hinausgewachsen. „Unterstützung bekomme ich jetzt von einigen Hobby-Fotografen“, so Glätzer. Offline, also im realen Leben, hat er diese noch nie getroffen. „Aber wir kommunizieren über eine interne Gruppe, sprechen uns ab, was gerade ansteht.“ Die Fäden behält natürlich der Gründer in der Hand, entscheidet, welche Bilder es tatsächlich ins Internet schaffen. „Es sollen Hobbyaufnahmen bleiben, so wie ja auch ich kein ausgebildeter Journalist bin, aber eine gewissen Qualität und Objektivität möchte ich schon bieten.“

Kultur, Sport, Politik und mehr

Schwieriger für ihn, als Themen zu finden, denn die dürfen bunt gemischt von Kulturellem über den Sport bis zu politischen News reichen, ist der dauerhafte Präsenz-Zwang. „Von solch einer Seite werden ständige Aktualisierungen erwartet. Ein paar Tage ohne neue Posts und schon brechen einem die Fans weg.“ Das möchte er natürlich nicht riskieren, so weit er nun schon gekommen ist.
„Es muss sich natürlich mit Arbeit und Privatleben vereinen lassen“, macht Glätzer dann doch noch Abstriche. „Aber ich tue das sehr gern. Es ist schön, zu erfahren, wieviele Menschen Borbecks Straßen, die lokalen Veranstaltungen und natürlich auch die Bürger, die hier wohnen, so sehr lieben wie ich.“
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.