Im WDR: Essener radelten 550 Kilometer bis ans Meer

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Posieren vorm Pilsumer Turm: Vom Kahlen Asten ging's an die Nordsee. Fotos: Joa Voigt
 
Radeln fürs Reisemagazin: Viele Hindernisse musste die Gruppe auf dem Weg zum Ziel bewältigen.

Die Schönebeckerin Karin Sahlmann und der Rüttenscheider Joa Voigt haben eine Menge Kilometer in den Beinen. Mit dem WDR-Team vom Reisemagazin "Wunderschön" radelten sie vom Kahlen Asten bis zur Nordsee. Gesendet wird die Doku am morgigen Sonntag um 20.15 Uhr im WDR.

550 Kilometer, an sieben Tagen, auf sieben Etappen, samt Kamerateam, waren Ende Mai zu bewältigen, bevor Karin Sahlmann Nordseeluft schnuppern konnte.
Eine Herausforderung, die die Schönebeckerin teilweise an ihre Grenzen brachte, führte die Route bei Wind und Hagel durchs Bergische, Münster-, Ems- und Ostfriesland ans Meer. „Michael Wieseler, der Autor der Sendung, ist ein Freund der Familie und er fragte mich vor einiger Zeit, ob ich nicht Lust hätte, an der Tour teilzunehmen. Ich sagte spontan zu. Erst danach habe ich mir Gedanken gemacht, ob die Entscheidung richtig war“, gibt Sahlmann offen zu, da sie nicht gerne im Rampenlicht steht. Doch, einmal zugesagt, zog sie das Abenteuer durch. Pfingstsamstag starteten die sieben Protagonisten, bestehend aus zwei sportlichen Paaren, einem Lehrer, Joa Voigt aus Rüttenscheid und der Schönebeckerin, mit dem Wunderschön-Moderator Marco Schreyl zur ersten 75 Kilometer-Etappe am Kahlen Asten. Bei fünf Grad und Nieselregen sicherlich keine Spaß-Tour.

Unfall, Durchhänger und Wetterwechsel

Der zweite Tag startete für die Essenerin gleich mit einem Sturz. Mit einem dicken Bluterguss am Schienbein schaffte sie dennoch die 75 Kilometer bis Herdecke. „Am zweiten Abend fühlte ich mich schon sehr stolz, die Etappe trotz Unfall bewältigt zu haben. Ich merkte, ich kann doch beißen!“ Am dritten Tag stand die ,Königsetappe' mit 110 Kilometern auf dem Programm. „Egal, in welcher Sportart, an Tag drei hat man häufig einen Durchhänger und ich hatte Horror vor der Distanz. Ich dachte, im Zweifel kannst Du auch aufgeben, denn ich muss nicht den Anderen, sondern nur mir etwas beweisen.“ Ihr Fahrrad tauschte sie für die lange Strecke gegen ein E-Bike aus. Doch, anstelle den Motorantrieb zu nutzen, schonte sie diesen und gab am Abend einen fast vollgeladenen Akku zurück.
„Im Endeffekt habe ich mit dem E-Bike noch mehr geleistet, da ich zehn Kilo mehr zu bewegen hatte. Ich hatte zwar Respekt vor dem Tag, aber ich wollte es schaffen.“ Umso entspannter war Sahlmann am Tag vier, stieg die Truppe für die letzten 30 Kilometer vom Drahtesel aufs Bötchen um und schipperte auf der Ems bis zum Etappenziel Lingen. „Das war ein schöner Moment auf der Tour, bei der Abenddämmerung und einem Bierchen den Fluss zu genießen.“ An den Tagen fünf und sechs hatte die elfköpfige Gruppe ihren sportlichen Takt gefunden und auch das Wetter spielte endlich mit: Sommerliches Radeln bei 22 Grad, da machten auch die tierischen Hindernisse in Form von zahlreichen Deichschafen, die den Radweg blockierten, keine Probleme.

Leuchtturm in Sicht!

An Tag sieben ging es für die Freizeitsportler auf zum Endspurt. Nach einer ostfriesischen Teezeremonie, mussten die restlichen 40 Kilometer bei Nieselregen geradelt werden, doch das Ziel lag kurz vor ihnen: Die Nordsee und der berühmte Pilsumer Leuchtturm waren nach 550 Kilometern, sieben Tagen und sieben Etappen endlich in Sichtweite. „Ich habe mich sehr gefreut, als ich den Leuchtturm sah. Ich war körperlich, aber auch von der Anspannung, fertig und zugleich erfüllt, was ich geleistet habe. Auch die anderen Teilnehmer waren bewegt und alle dachten: Wow, was haben wir da gemacht!“ Eine Herausforderung, die die 50-Jährige mit Ehrgeiz und Ausdauer auf dem Sattel bewältigte, sportliche Hochachtung!

Am Sonntag um 20.15 im WDR

Wunderschön! ist ein Reisemagazin im WDR, das in dieser Form seit 2008 produziert wird,jeweils sonntags um 20.15 Uhr den Zuschauern interessante Ziele im In- und Ausland vorstellt und zudem beliebte Touren als auch Insider-Tipps präsentiert. Die Folge mit Karin Sahlmann ist am 17. Juli im WDR-Fernsehen zu sehen.
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