Kaufland eröffnet in Borbeck

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Günther Eggert, ehemaliger musikalischer Leiter des SJB, spielte die Trompete zum Verkaufsstart. Foto: Winkler
 
Makrelen und mehr frischen Fisch gibt es bei Kaufland. Foto: Winkler

Am Parkhaus wurde noch gewerkelt, die Regale standen halb leer und rund 100 Reinigungskräfte wirbelten los, um in nur einer Nacht das knapp 50.000 Artikel große Sortiment auf Hochglanz zu polieren. Am Mittwochabend war kaum daran zu denken, was am Donnerstagmorgen - in aller Frühe um 7 Uhr - passieren sollte: Der neue Kaufland in Borbeck öffnete erstmals für Kunden seine Pforten!

„Anfangen im Kleinen, Ausharren in Schwierigkeiten, Streben zum Großen“, den Leitspruch Alfred Krupps lieh sich Thomas Höster, Geschäftsführer der Kaufland Dienstleistungs GmbH & Co. KG, für seine Eröffnungsrede, noch bevor die ersten Einkäufer die neugestalteten Räumlichkeiten betraten, und damit spielte er auch auf die holprigen Anfänge der neu geschaffenen Filiale an einem „nicht ganz einfachen Standort“ an.
Für den Abschluss der Bauarbeiten war ursprünglich einmal der Oktober anvisiert. Nun sei es eben durch Verzögerungen Dezember geworden. Aber immerhin, das Weihnachtsgeschäft könne man so noch voll mitnehmen. Und an den Fassaden etwa wird eben noch bis ins Frühjahr hinein weiter gewerkelt. Den Verkauf wird dies nicht beeinflussen.
Zu den zwei Verkaufsebenen, insgesamt 4.800 Quadratmeter Fläche, ergänzt durch zwei Parkebenen, stehe Kaufland in „besonderer Verbundenheit“, schließlich hat man mit rund 20 Millionen auch ordentlich in das ehemalige Hertie-Gebäude investiert. Aber auch persönlich hat Höster ein Herz für diesen Standort, so sei er doch selbst ein Essener Jung und erfreue sich besonders an der Erschließung dieses Gebietes, wobei er auch gern noch mal an die erst im Mai eröffnete Filiale im Essener ECE-Center, ebenfalls ehemalige Hertie-Räumlichkeiten, erinnert.
Dass Kaufland auch in Essen eine Erfolgsgeschichte schreibt, daran hat Höster keinen Zweifel. Aus Borbeck und weit über die Stadtteil- und auch Stadtgrenzen, wie man zum Beispiel aus Bottrop weiß, hinaus würden die Kunden in den kommenden Wochen, Monaten, Jahren in den großen Lebensmittelmarkt eingeströmen. „Und das ist auch eine Chance für den Einzelhandel“, verspricht er und bestärkt damit die Hoffnungen der örtlichen Politik. „Vielleicht passiert es nicht von heute auf morgen“, aber spürbare Veränderungen auch für Borbecks Fußgängerzone sieht er spätestens für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren voraus. Diese Prognose zaubert Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier natürlich ein Lächeln ins Gesicht. Auch er erhofft sich eine „Magnetwirkung für Borbeck“ - und freut sich selbst auf seinen ersten Einkauf im neuen Kaufland. Der muss aufgrund einiger Urlaubstage allerdings erst noch etwas warten.
Hunderte Andere dagegen haben ihre ersten Tüten bereits in dieser Woche vollgepackt - mit frischem Obst und Gemüse etwa, Fisch von der Theke, selbstabgepacktem Tee und selbstgeschnittenem Brot aus dem Backshop. Dazu gab´s vielleicht noch Futter für den Hund oder Weihnachtsspielzeug für die Kinder. Hausleiter Marc Nienhaus weiß, dass es praktisch nichts gibt, was nicht über eine seiner zwölf Kassen laufen kann.
Zum guten Start schenkte die Sängervereinigung Borbeck 1890/94 dem neuen Borbecker Baby neben vielen anderen bekannten Liedern sogar noch die Kaufland-Hymne für das Ruhrgebiet.
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