Mehr als eine Mahlzeit

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Regelmäßig essen Flüchtlinge fortan in der Kantine der Trimet. (Foto: Trimet)
Essen: Essen Borbeck |

Trimet lädt Flüchtlinge zum Mittagessen ein und will Ausbildungsplätze schaffen

Die Hilfsbereitschaft der Deutschen, Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren, reißt nicht ab. Auch in Borbeck laufen diverse Projekte. Jüngst hat sich die Trimet Aluminium SE dazu entschlossen, nicht tatenlos zu bleiben.

Jeden Freitag möchte man fortan ein gemeinsames Mittagessen für Flüchtlinge aus Wohnheimen am Essener Standort an der Aluminiumallee 1 veranstalten.
In Kooperation mit der Diakonie Essen wird jeweils ein Wohnheim, welches die Diakonie betreut, in die Mensa Trimets eingeladen. Dazu werden Essenspläne auf englisch und arabisch übersetzt und in den jeweiligen Wohnheimen ausgehängt, so dass sich bis zu 50 Flüchtlinge anmelden können. Mit einem Bus werden sie dann abgeholt und auf das Gelände des Aluminiumherstellers gefahren.

Vorausblicken in die Zukunft

„Wir wollen den Menschen nicht nur eine warme Mahlzeit anbieten, wir wollen ihnen auch unser Unternehmen vorstellen. Wir haben vor, viele Flüchtlinge als Auszubildende aufzunehmen, um ihnen somit eine Zukunft mit Job zu bieten“, erzählt Kurt Ehrke, der Werksleiter der Firma.
Das Ziel dieser Aktion ist es konkret, jungen Flüchtlingen, die mit der Schule fertig sind, die deutsche Sprache beizubringen, sie ausbildungsreif zu machen und sie dann als Azubis einzustellen. Dabei geht es um Berufe wie zum Beispiel Elektriker, Industriemechaniker und Anlagenführer.
Bis jetzt sind unter den 750 Mitarbeitern an dem Standort in Borbeck ungefähr 50 Auszubildende. Ergänzend will die Firma noch um die 70 weitere Ausbildungsplätze schaffen. „Wir brauchen in vielen Unternehmen solche Aktionen, sonst bekommenwir das Flüchtlingsthema in Deutschland nicht geschultert“, davon ist Kurt Ehrke überzeugt.
Bei dem ersten gemeinsamen Essen sind 50 Flüchtlinge aus dem Wohnheim an der Wengestraße 5 auf dem Gelände des Großunternehmens angekommen. Ihre Herkunftsländer sind Serbien, Mazedonien, Albanien, Syrien und Aserbaidschan. Um die Kommunikation möglich zu machen, sind auch zwei Dolmetscher anwesend, die die Ansprache des Werksleiters während des Essens übersetzen. Während die Gäste zuhören, erzählt Kurt Ehrke von dem Unternehmen Trimet. Diese Ansprache wird als Einleitung für die dann folgende Rundfahrt über das gesamte Firmengelände genutzt, bei der die Flüchtlinge weitere Informationen bekommen, und sich selbst ein Bild von der Arbeit machen können.

Aktion wird weiter laufen

Das wird jetzt öfter geschehen, jeden Freitag bis Weihnachten ist so ein Mittagessen geplant. „Wir wollen jedes Wohnheim, welches die Diakonie betreut, einmal hierhin einladen. Und wenn wir das bis Weihnachten nicht schaffen, wird die Aktion noch länger fortgesetzt“, erzählt Mirjam Langer von der Diakonie Essen.
Auch Firmeninhaber Heinz-Peter Schlüter geht das Schicksal der Flüchtlinge nah. Zu seinem nächsten Geburtstag bittet der Aufsichtsratvorsitzende deshalb nicht um Geschenke, sondern um Spenden.
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