Piraten kochen Chinesisch

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Peter Hedfeld (l.), Vorsitzender im „Club der Köche“, bewertete als Jury-Mitglied die Leistung der Finalisten. Die Essener Mannschaft machte es in der Endrunde am besten und siegte beim 1. HUK Pokal der Förderschulen „Hören und Kommunikation“. Foto: Winkler

Die Essener „Piraten“ räumten beim Kochwettbewerb der Förderschulen „Hören und Kommunikation“ kräftig ab. Sie setzten sich im Finale des HUK-Pokals gegen die Teams aus Aachen und Bielefeld durch.

An der Wettbewerbspermiere haben fünf der insgesamt 15 Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Hören und Kommunikation“ in NRW teilgenommen.
Den Sprung ins Finale, das in der Lehrküche der LVR-Förderschule an der Tonstraße stattgefunden hat, schafften drei Teams. Unter den kritischen Blicken der Jury mussten die Teilnehmer ein eigenständig überlegtes Drei-Gänge-Menü kochen und präsentieren.
„Die maximal 100 Punkte wurden nach zehn Kriterien vergeben“, erklärt Jury-Mitglied Peter Hedfeld, Vorsitzender im „Club der Köche“. „Wir sind bei der Bewertung sehr genau, wollen aber, dass der Spaß für die Jugendlichen immer noch im Vordergrund steht.“
Die Jury-Mitglieder achteten besonders auf das Aussehen, die Zubereitung und die Präsentation der fertigen Speisen. Den ganzen Nachmittag herrschte in der Küche reges Treiben. Die Teams arbeiteten Hand in Hand. „Nur als Team können sie erfolgreich bestehen“, weiß Peter Hedfeld. Zum Ende des Wettbewerbs wurde es noch mal richtig spannend. Die Jury musste eine Entscheidung treffen. Das Essener Team, die „Piraten“, bestehend aus Charleen, Dominik, Konstantinos und Pascal, ging als Gewinner aus dem Wettbewerb hervor.
Die vier Schüler präsentierten ein Menü aus frischem Salat mit Sesamsauce an gerolltem Reis im Algenmantel als Vorspeise. Chinesische Nudeln, belegt mit würzigen Hackbällchen unter den Blättern des Korianders, gab es als Hauptspeise und als Nachtisch stand geschichtete Maracuja-Joghurt-Passionsfruchtcreme, begleitet von einem fruchtig gefüllten Drachenboot, auf dem Programm.
„Man merkt sofort, dass einige Jugendliche durchaus das Potenzial haben, irgendwann einmal beruflich die Kochlaufbahn einzuschlagen“, lobt Peter Hedfeld die Leistungen der Teilnehmer. Dieses Lob haben Schulleitung und Lehrer der Essener LVR-Förderschule sicher gerne gehört.
„Für unsere Schüler ist es besonders wichtig zu erkennen, dass sie eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. Das stärkt das Selbstbewusstsein“, sagt Lehrerin Anna Kuffert.
Gemeinsam mit Nine Meinert und Thomas Eller begleitet sie die freiwillige Koch-AG der Schule, zu der auch die vier Piraten gehören. Nach der erfolgreichen Premiere hoffen alle Beteiligten, dass der HUK-Pokal im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet. „Mit hoffentlich noch größerer Beteiligung“, so Anna Kuffert.

Von Selina Fischer
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