Sanierung für den Bahnhof Borbeck

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Hereinspaziert - in den sanierten Bahnhof. Foto: Winkler

Schmierereien und Uringestank - die eigentlich so idyllische Bahnhofshalle im Borbecker Zentrum musste über die Jahre so einiges mitmachen. Höchste Zeit für eine Grundreinigung, fand Eigentümer Jürgen Becker und nahm jüngst für die Sanierung richtig Geld in die Hand. Auch die Bahn AG will nun nachziehen.

So mancher Borbecker holt noch einmal tief Luft, bevor er die Pforte zur Bahnhofshalle betritt. So schön der Anblick auch sein mag, der Uringestank ist an manchen Tagen nahezu unerträglich. Deshalb hat Jürgen Becker jüngst 14.000 Euro investiert.

Nachhaltigkeit der Sanierungsmaßnahmen fraglich

Schmierereien, Dreck und Urinflecken, diese Zustände konnte und wollte der Immobilienkaufmann, der die Halle vor Jahren erworben hat, nicht länger hinnehmen. Kurzum entschied er sich, die Schandflecken kostspielig beseitigen zu lassen.
„Doch wie lange der gute Eindruck nun Bestand hat, weiß man nicht“, ärgert er sich über Bürger, die seinen Bahnhof respektlos herunterwirtschaften. Schilder weisen auf die frisch getätigten Sanierungsmaßnahmen hin, vielleicht ein kleiner Wink für die Nutzer, sich zukünftig gesitteter zu verhalten. Auch an Verbote denkt der Inhaber. Essen, Trinken, Rauchen - all dies könnte dann nicht mehr gestattet sein. „Anders scheint es ja nicht zu funktionieren“, bedauert Becker. Ein noch größeres Ärgernis sind ihm jedoch jene Bürger, die ungeniert ihr kleines Geschäft in den Ecken verrichten. „Da muss dringend Abhilfe geschaffen werden, etwa in Form einer Pinkelrinne in naher Umgebung“, fordert der Borbecker. Eine bahnhofseigene Toilette gibt es schließlich nicht. Und die nächstgelegenen öffentlichen „stillen Örtchen“ - zum Beispiel an der Straßenbahnhaltestelle Borbeck Bahnhof oder am Germaniaplatz - sind allesamt kostenpflichtig.

Kunst und Kultur am Bahnhof

Gelingt es, den Bahnhof künftig als sauberen, attraktiven Ort zu erhalten, bietet er Raum für Kunst und kulturelle Veranstaltungen. So nutzt bereits am Freitag, 21. Juni, der Verein Cardellino die Bahnhofshalle für ein Konzert. „Der Klang der Straße“ heißt es ab 19.30 Uhr, wenn das Trio Tapiola die eindrucksvolle Akustik zur Unterstützung der melancholischen und leidenschaftlichen „Tangos Reos“ und „Milongas“ nutzt. Weitere Infos dazu unter Tel. 68 58 244. Auch zur Einweihung der dann fertiggestellten Bahnhofstrasse soll die Räumlichkeit erneut ins Spiel kommen.

Neuer Fahrstuhl geplant

Weil aber nicht nur dieser Teil des Bahnhofs Probleme bereitet, muss auch die Bahn AG aktiv werden. Der Reparaturbedarf des Aufzuges sei bekannt, heißt es dazu aus dem Regionalbüro Düsseldorf. Noch in diesem Jahr, verspricht Sprecher Dirk Pohlmann, stünde die Erneuerung auf dem Plan, wohl aber erst nach dem Sommer. Eventuell gibt es dazu dann noch eine neue Beschilderung und elektronische Anzeige. Das entscheiden dann Vor-Ort-Begehung und finanzieller Rahmen. Von rund 150.000 Euro war da die Sprache.
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