Vorsicht, Baustelle! - Gerüst lässt wenig Raum für Fußgänger in Borbeck

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Geschäftsinhaber Giovanni Graffweg sorgt mit dem farbenfrohen Graffito dafür, dass man ihn trotz Baugerüst weiterhin findet. Eine gute Idee, finden viele seiner Kunden. (Foto: Debus-Gohl)
 
Die Ampel hat Graffweg im Internet bestellt. (Foto: Debus-Gohl)

Vorsicht, Bahn! Quasi im 10-Minuten-Takt kann Giovanni Graffweg seine Kunden derzeit warnen. Denn das Baugerüst, das seit gut sechs Wochen vor der Fassade des Wohn- und Geschäftshauses an der Marktstraße 42 aufgebaut ist, lässt Fußgängern aktuell wenig Raum. Kommt die Bahn aus Richtung des alten oder neuen Marktes, dann wird´s richtig eng.


Der Inhaber des Optikfachgeschäftes hat eine kleine Auswahl spektakulärer Videos auf seinem Smartphone. Die zeigen deutlich, fährt die Straßenbahn dieser Tage vor dem Eingangsbereich des Ladenlokals vorbei, dann bleibt kaum mehr als eine Handbreit Platz. Wer sich auf Höhe des Baugerüsts befindet, muss sich sputen. Oder am besten vorsorglich gleich die Straßenseite wechseln.

Arbeiten an der Außenfassade


Das Gerüst wurde für anstehende Fassadenarbeiten an dem Haus errichtet. "Die Aufbauarbeiten wurden aufgrund der Platzsituation nachts erledigt", berichtet der Geschäftsinhaber. Zum einen fahren da keine Straßenbahnen durch die Marktstraße "und die Evag konnte den Strom abstellen". Knapp zwei Monate sollten die Arbeiten an der Fassade ursprünglich dauern. "Doch bislang ist noch nicht viel passiert", berichtet Graffweg. Einzig die Mamorplatten, zentrales Element der alten Hausfassade, seien entfernt worden. Jetzt geht es an die Neugestaltung. Noch bis Ende des Jahres, da ist der Borbecker realistisch, rechnet er mit der Baustelle vor seinem Geschäftslokal.

Graffiti-Künstler gestaltet neue "Außenwerbung"


Damit die Kunden trotz zugestellter Schaufensterflächen den Optikerfachbetrieb weiterhin im Blick haben, hat Graffweg seine Kreativität spielen lassen. Den Essener Graffiti-Künstler Jan Poggel hat er dazu mit ins Boot geholt. Der hat ihm ein knallbuntes Kunstwerk gesprüht, das seit Wochenbeginn die Front des Geschäftshauses ziert. "Am Sonntagnachmittag haben wir das Ganze an dem Baugerüst montiert", verrät Graffweg. Gemeinsam mit seinem Bruder ist auf die Leitern geklettert und hat das Graffito aufgehängt. "Eine halbe Stunde hatten wir jeweils Zeit, dann kam eine Bahn und wir mussten das Feld erst einmal wieder räumen."

Schaufensterfront wird wieder sichtbar


Optik Breiderhoff ist in knallbunten Lettern auf dem großformatigen Kunstwerk zu lesen. "Trotz Gerüst findet man uns jetzt wieder gut", freut sich Graffweg über viele positive Rückmeldungen auf seine Idee. Und auch in Sachen Durchlässigkeit wird sich in den nächsten Tagen etwas tun. "Es werden klare Plexiglasscheiben im unteren Bereich des Gerüsts eingesetzt, so dass man auch unsere Schaufensterfront wieder sieht."

Ampel regelt den Kundenverkehr


Damit es beim Verlassen des Geschäfts nicht zu einer unvermuteten Kollision mit einer vorbeifahrenden Bahn kommt, dafür hat Graffweg mit einer Ampel gesorgt. "Die hab ich im Internet bestellt", erklärt er mit einem Augenzwinkern. Das Lichtzeichen steht allezeit auf Rot. "Einfach als kleiner Hinweis darauf, dass derzeit einiges anders läuft als gewohnt." Nicht nur für den betroffenen Geschäftsmann und die Besucher der Borbecker Ortsmitte. Auch die Straßenbahnfahrer müssen erhöhte Vorsicht bei ihrer Fahrt die Marktstraße walten lassen. Aufgrund des Baugerüstes fährt die Straßenbahn derzeit direkt vor dem Fachgeschäft an der Marktstraße vorbei. Die Ampel warnt die Kunden.
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