Grüne Wellness-Oase mitten in Frohnhausen: KGV Essen-West e.V.

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K.-Heinz Castro: "Mein Lieblingsplatz! Hier gehe ich so schnell nicht wieder weg!"
 
Lena "verkauft" Zitroneneis am liebsten im eigenen Garten.
Von Carmen Dluzewski
Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt“. Wie wahr diese Aussage ist, merkt man sofort, wenn man die Kleingartenanlage Essen-West betritt. Diese Anlage, übrigens eine von 107 Essener Kleingartenvereinen, ist etwas Besonderes mitten im Stadtteil Essen-Frohnhausen. Jetzt im schönen Wonnemonat Mai kann man die Anlage, die aus vier Gartenbezirken besteht, besonders genießen. Wenn man alle Gärten einmal sehen möchte, muss man zwischen der Rüdesheimer Straße zur Markuskirche, von da aus den Postreitweg und schließlich die Nöggerathstraße besuchen.
Zwischen Kinderlachen, Igelrascheln, Grillduft, Blütenpracht und gelegentlichen Arbeitsgeräuschen, wie das Summen von Rasenmähern, trifft man den Vereinsvorsitzenden K.-Heinz Castro an seinem Lieblingsplatz: gemütlich im Liegestuhl unter seinem Fliederbaum.
Der Mann, der sich besonders gut auskennt und jeden Gärtner der insgesamt 219 Gärten persönlich kennt, hat stets ein offenes Ohr. Es freut ihn sehr, dass „seine“ Anlage sehr gut bei Menschen aller verschiedenen Zusammensetzungen besteht. Ob Familien, Paare, ältere Mitbürger verschiedener Nationalitäten – alle sind herzlich willkommen und fühlen sich wohl.
So wie Familie Sauerland. Ihr kleines Paradies ist mit viel Liebe dekoriert und scheinbar mühelos geht ihnen die Gartenarbeit von der Hand. Frei nach dem Motto „nur nicht hetzen“, wird so manches Mal vor der Gartenarbeit erst einmal Kaffee getrunken. Draußen in der Natur spielt auch deren kleine Tochter Lena am liebsten. „Ich habe sogar eine eigenes Hochbeet“, freut sich die Sechsjährige, „bald kann ich meine eigenen Möhren ernten“. Auf ihren nächsten Geburtstag im Sommer freut sich die Kleine besonders, denn dann wird groß ihr Kindergeburtstag gefeiert.

Der Mittfünfziger K.-Heinz Castro kennt die Anlage wie seine eigene Westentasche. Er engagiert sich gern, da er davon überzeugt ist, dass gerade mitten in der Stadt die Natur sehr wichtig ist. Dass in solch einer Kleingartenanlage so einiges an Schriftkram anfällt, versteht sich von selbst. So ist K.-Heinz Castro mit seinem Team zurzeit dabei ein Vereinsbürohaus zu planen, das in absehbarer Zeit an der Rüdesheimer Straße fertig gestellt werden soll.
Momentan befindet sich die Geschäftsstelle des KGV Essen-West e.V. noch in der Duisburger Str. 15. Dort können sich alle Garten-Interessenten jeden ersten Mittwoch im Monat von 18-20 Uhr um eines der begehrten Gartengrundstücke bewerben. Die Parzellen sind zwischen 300 m² -350 m² im Bereich der Rüdesheimer Str., in anderen Bereichen auch gut bis zu 600 m² groß. Mit etwas Glück bekommt man bald einen Garten zur Pacht, da durch den steten Generationswechsel immer einmal wieder etwas frei wird.

Seit 42 Jahren befindet sich K.-Heinz Castros Garten in Familienbesitz und mit sehr viel Liebe zum Detail wird er gehegt und gepflegt. „Ich liebe es, wenn das Wetter es zulässt, mich täglich mit meinen Blumenbeeten zu beschäftigen“, schwärmt Karl-Heinz Castro, „besonders freuen meine Frau und ich uns auf die Dahlien- und Stockrosenzeit im kommenden Juni“.
Im Jahr 2019 wird in der KGV Essen-West e.V. das 100jährige Bestehen auf der kleinen Festwiese mitten in der Anlage gefeiert. Schon jetzt freut sich K.-Heinz Castro auf dieses Zusammenkommen. Bis dahin wird es aber noch den einen oder anderen Grund geben, die Menschen zusammen zu trommeln, wie etwa zum Halloween-Fest im Oktober.
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