Spannendes Programm beim Mühlenfest des Naju

Anzeige
Norbert Herborn wusste den Besuchern des Mühlenfestes eine Menge spannender Dinge über Bienen zu erzählen. Fotos: Brändlein

„Dem Bienenstock ist die Königin abhanden gekommen, deshalb müssen die Untertanen jetzt umgesiedelt werden“. Der "Herr der Bienen", Norbert Herborn, klopft furchtlos die mit Bienen vollbesetzten Waben aus – und die lassen sich das, zum großen Erstaunen der Zuschauer, ohne Murren gefallen.

Die Königin ist beim Begattungsflug wahrscheinlich im Magen eines hungrigen Vogels gelandet, „und wenn es im Stock keine Fortpflanzung mehr gibt, sterben auch die anderen Bienen“. Moritz und seine Eltern, die am Sonntag zum Mühlenfest der NAJU in die Voßgätters Mühle gekommen sind, nutzen dann gleich die Gelegenheit, Honig frisch aus der Wabe zu kosten: „Sehr lecker“, ist die einhellige Meinung.
Die kleine Hannah (22 Monate) hat eher Hunger auf Stockbrot und nachdem Papa ihr den Teig um den vorbereiteten Holzstock gewickelt hatte, hieß es nur noch Warten auf das fertig gebackene Brot.
Die Mitarbeiter des Nabu Natur- und Jugendzentrums Voßgätters Mühle hatten wie jedes Jahr zum Mühlenfest eingeladen. Mit einer Vielzahl an Aktionen informierten und unterhielten sie die Besucher.

Richter spinnt seit Jahren

„Wir haben eine eigene Schafherde mit 39 Tieren im Essener Süden“, erzählt Vanessa Burneleit, Leiterin der Mühle. „Mit acht Kindern treffen wir uns alle zwei Wochen und arbeiten bei den Schafen.“ Damit die Kinder auch weiter verfolgen können, was mit der geschorenen Wolle geschieht, tritt Conny Richter auf den Plan. „Seit Jahren schon spinnt sie hier“, freut sich Burneleit und die Kids beobachten gespannt, wie aus der Wolle Garn wird, das dann zu Mützen, Jacken oder Socken weiterverarbeitet wird.
Auch acht Hektar Streuobstwiesen mit zum größten Teil alten Apfelsorten nennt die Naju ihr Eigen und der hauseigene Apfelsaft ist am Sonntag eine begehrte Erfrischung.
Schmetterlinge basteln oder sich selbst als Schmetterling schminken lassen - während die Kids beschäftigt waren, ließen es sich die Erwachsenen in dem wunderschönen Naturgarten gut gehen. An einem schattigen Plätzchen ein leckeres Stück Kuchen oder eine Waffel genießen, dazu lud das Wetter geradezu ein.
Und immer wieder sind die Mitarbeiter dabei, Neues zu planen. „Wir möchten gerne ein 'faires' Café eröffnen“, verrät Burneleit. Es soll den Namen „Die gute Tat“ tragen und ausschließlich Lebensmittel aus fairem Handel und Bioprodukte verwenden. Als Öffnungszeit ist erstmal der Donnerstag geplant, „aber das würden wir gerne noch erweitern“, verspricht Burneleit. Stockbrotbacken - das kam nicht nur bei den kleinen Besuchern gut an.

Text: Doris Brändlein
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.