Das Thema Sicherheit bewegte Besucher des Bürgerdialogs

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Das Thema Sicherheit und Ordnung liegt den Borbeckern am Herzen. Das wurde am Abend im Stützpunkt des SPZ deutlich. Fotos: Debus-Gohl
 
Hans-Joachim Paulick stand den Teilnehmern des Bürgerdialogs Rede und Antwort.

Seit November letzten Jahres stellt der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein (BBVV) e.V. mit seinem Bürgerdialog einmal im Monat eine Plattform für die Anliegen der Borbecker Bürger.

„Bislang haben wir die Treffen immer offen gestaltet, da aber das Thema Sicherheit und Ordnung den Bewohnern besonders am Herzen liegt, haben wir heute als Gesprächspartner den langjährigen Bezirksbeamten der Polizei, Hans-Joachim Paulick eingeladen“ erläutert Susanne Asche, 1. Vorsitzende des BBVV. Und die Sorgen und Ängste der Bewohner gerade in Punkto Sicherheit sind vielfältig.

Tipps für den Alltag

Ein fehlender Zebrastreifen in Höhe des ehemaligen Karstadt-Parkhauses auf der Wüstenhöferstraße wird von einer Teilnehmerin angemahnt. „Die Stadt plant Zebrastreifen und nicht die Polizei“, erklärt Paulick. Der Bezirksbeamte kann den Wunsch nach einer Querungshilfe an dieser Stelle verstehen, empfiehlt aus Sicherheitsgründen, die Straße deshalb lieber an einer anderen Stelle zu überqueren.
Zebrastreifen sind wichtig, aber auch sie sind nicht immer eine Garantie dafür, die Straße sicher überqueren zu können, wie Lilli Stiewink oft erlebt hat.
„Wenn ich an der Ecke Heinrich-Brauns-Straße/Fürstäbtissinstraße den Zebrastreifen überqueren muss, werde ich oft von den Autofahrern übersehen, weil die nach links schauen und nicht nach rechts“, beschwert sie sich. Auch dafür hat Hans-Joachim Paulick einen guten Tipp.
„Bei der Verkehrserziehung vermittle ich den Kindern immer ganz klare Regeln zum Überqueren der Straße und die gelten natürlich auch für Erwachsene“, berichtet er, „das heißt am Straßenrand stehenbleiben, nach rechts und links schauen und wenn ein Auto kommt, mit dem Arm ein Zeichen geben“. Lilli Stiewink will das beim nächsten Überqueren ausprobieren.
Auch die Radfahrer, die, ohne Rücksicht zu nehmen, durch die Fußgängerzonen Borbecks fahren, sind den Teilnehmern ein Dorn im Auge. Paulick erklärt, dass es grundsätzlich verboten ist, mit dem Fahrrad durch eine Fußgängerzone zu fahren. Er sieht aber keinen Sinn darin, so rigoros gegen Radfahrer vorzugehen, wie das beispielsweise die Polizei in Bottrop getan hat, nachdem es dort zu zwei schweren Unfällen zwischen Fußgängern und Radfahrern gekommen war. „Ich habe in meiner langjährigen Dienstzeit in Borbeck noch nie einen derartigen Unfall aufgenommen und ein strenges Vorgehen verärgert nur die vielen Vernünftigen, während wir die Unvernünftigen sowieso nicht erreichen“, so sein Fazit. Das Befahren des Alten Marktes mit dem Auto, der ständige Sperrmüllplatz an der Schmalen Straße und die Schmierereien an der Alten Cuesterey sind weitere Themen, die an diesem Abend auf die Tagesordnung kommen.

Aufeinander achten

Man wird die Probleme in Borbeck nicht auf einen Streich lösen können. „Doch gar nichts tun ist auch keine Lösung“, bemerkt Franz Josef Gründges, Geschäftsführer des BBVV. Angelika Kleine-Möllhoff, Mitglied des Beirates des BBVV, ist eine aufmerksame Nachbarschaft ganz wichtig. "Einfach aufeinander achten." Häufig können aufmerksame Anwohner durch Ansprechen unbekannter Personen auf benachbarten Grundstücken schon Schlimmeres verhindern. Hans-Joachim Paulick stand den Teilnehmern des Bürgerdialogs Rede und Antwort.

Text: Doris Brändlein
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