Kunstrasen Scheppmannskamp ist noch im Soll

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Wollen, dass auf Kunstrasen gekickt wird: Klaus Diekmann, Vorsitzender des Ausschusses für Sport- und Bäderbetriebe, Pascal Doll, 1. Vorsitzender RuWa Dellwig, und Lothar Krause, 1. Vorsitzender DJK Dellwig, setzen auf die Aufwertung der Bezirkssportanlage Scheppmannskamp. Archivfoto: Debus-Gohl

Im Rahmen der „2-zu-1“-Lösung der Stadt Essen soll noch in diesem Jahr an der Sportanlage Scheppmannskamp ein Kunstrasenplatz entstehen, der Spielbetrieb der Vereine DJK und RuWa Dellwig wird als Folge der Maßnahme zusammengelegt. War zunächst nur eine Sanierung der dortigen Unkleidekabinen geplant, könnte jetzt doch ein Neubau anstehen.

„Die Sport- und Bäderbetriebe Essen haben daher nach Rücksprache mit dem Rechnungsprüfungsamt unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit festgelegt, dass ein Neubau errichtet werden soll“, heißt es zum Vorhaben im Baucontrolling des 1. Quartals 2017 der Sport- und Bäderbetriebe.

Erfolg auf Klage

Diese Ergänzung bringt die Bürgerinitiative „Dellwiger Frieden“ auf den Plan: „Das bereits erstellte Gutachten für den Scheppmanskamp ist mit dem jetzt neuen Sachverhalt eines Gebäudeneubauvorhabens unter falschen Voraussetzungen erstellt worden und somit anfechtbar“, schreibt Markus Kloss, Sprecher der Initiative. „Die Folgen dieses neuen Sachverhalts sind, dass nun unmittelbar betroffene Anwohner rund um die Sportanlage am Scheppmanskamp mit guter Aussicht auf Erfolg klagen könnten und das Vorhaben damit völlig auf Eis gelegt werden könnte.“ Der Dellwiger Frieden hatte sich vor dem Ratsbeschluss dafür eingesetzt, den Kunstrasen wie ursprünglich geplant an der Levinstraße zu errichten. Gleichzeitig könnten die bisherigen finanzielle Erwartungen gesprengt werden: „Außerdem steht in Frage, ob der gesetzte Kostenrahmen von 1,167 Millionen Euro noch einzuhalten ist“, so Initiativensprecher Kloss.

Günstigste Lösung

„Es gibt keine großen Verzögerungen“, beruhigt Klaus Diekmann, Vorsitzender des Ausschusses für Sport- und Bäderbetriebe, „der Kunstrasen Scheppmannskamp wird im nächsten Monat angefangen.“ Damit reicht‘s zwar nicht für das zunächst vorgesehene Ziel, das Geläuf noch vor den Sommerferien einweihen zu können, doch bis spätestens Ende des Jahres – im Idealfall zum Saisonauftakt – soll der neue Rasen fertig sein.
Tatsächlich etwas länger dauern wird die Fertigstellung der Umkleidekabinen, beschlossen ist aber bisher noch nichts: „Wir prüfen im Moment, was die günstigste Lösung ist“, erklärt Ralf Becker, Abteilungsleiter Sport- und Bäderbetriebe Essen. Die werde dann umgesetzt, das Projekt sei aber nicht in Gefahr. „Man rechnet damit, dass die Kabinen spätestens im Frühjahr nächsten Jahres fertig sind“, ergänzt Sportausschussvorsitzender Diekmann.
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