Powerplay am Don Bosco Gymnasium

Anzeige
Für einen Tag lang schlüpften die Don Bosco Schüler in die Rolle von Entscheidungsträgern innerhalb der EU. (Foto: Nolin Wischermann)

Wo sieht der Präsident der Europäischen Zentralbank Chancen, den Euro zu stabilisieren? Welchen Weg wollen die Mitglieder des EU-Parlaments beschreiten, um die Währung dauerhaft auf tragfähige Füße zu stellen? Diese Fragen diskutierten Schüler des Leistungskurses Sozialwissenschaft am Don Bosco Gymnasium.

Nicht in grauer Theorie gingen sie der Eurostabilität auf den Grund. Einen Tag lang schlüpften sie in die Rollen von Zentralbank-Präsident und EU-Parlamentariern.
Als Vorbereitung auf die Exkursion nach Straßburg - diese findet am Don Bosco Gymnasium für die Leistungskursschüler traditionell eine Woche vor den Sommerferien statt - stand für knapp 40 Oberstufen-Schüler des Essener Gymnasiums jetzt ein Euro-Planspiel auf dem Stundenplan.

Schüler diskutierten aus Sicht der Parlamentarier

Bereits im Vorfeld hatten sich die Gymnasiasten mit grundlegenden Prozessen in der europäischen Politik vertraut gemacht. Aus verschiedenen Perspektiven, dazu gehörten die der EU-Parlamentarier ebenso wie die der Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB) - diskutierten die Schüler der Jahrgangsstufe 11 über Instrumente zur Eurostabilisierung.
„Durch den spielerischen Charakter des Planspiels wollen wir den Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen niederschwelligen Zugang zur europäischen Wirtschafts- und Währungspolitik ermöglichen“, erläuterte Dr. Barbara Hopmann, Bildungsreferentin der Karl-Arnold-Stiftung.
Das Planspiel, das unter dem Motto „Powerplay im Euroraum“ steht und versucht, die subjektive Meinungsbildung zu aktuellen europäischen Problemen zu unterstützen und Wissenslücken und Unsicherheiten spielerisch zu klären, wird von der Karl-Arnold-Stiftung angeboten.

Planspiel-Premiere in Borbeck

Die Stiftung ist seit mehr als 50 Jahren mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen in der politischen Bildung aktiv. Nach der Euro-Planspiel-Premiere am Essener Don-Bosco-Gymnasium fällt das Resümee positiv aus. „Der Tag war eine gute Vorbereitung auf die Reise nach Straßburg. Wir konnten uns eine genaue Vorstellung davon machen, wie Gesetze beschlossen werden“, findet die 17-jährige Lea Saager.
Auch ihr Mitschüler Henrik Mayer steht dem Planspiel positiv gegenüber: „Besonders für Schulen ist das Planspiel eine gute Sache. So kann man im kleinen Kreise alle Vorgänge innerhalb des Europaparlaments nachvollziehen.“
Nach der geglückten Premiere wird „Powerplay im Euroraum“ als regelmäßiger Unterrichtsinhalt geplant. „Wir stehen schon länger im Kontakt mit der Karl-Arnold-Stiftung und vermutlich werden wir den nachfolgenden Generationen eine modifizierte Version des Planspiels bieten“, so der Sozialwissenschaftslehrer André Götte.

Text: Nolin Wischermann
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.