Beide Kleinlaster voll bis unters Dach: 180 Autoreifen versperren Hauszufahrt an der Heißener Straße

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In einen Kleinlaster (Flitzer) passten die vielen Reifen nicht hinein, Verstärkung musste her. Aufgeladen wurden alle per Hand. (Foto: EBE)

Der Himmel weinte kräftig, als heute Morgen alles ganz schnell ging: Die EBE holte rund 180 Autoreifen ab, die eine Hauszufahrt in Schönebeck/Grenze Mülheim an der Ruhr komplett versperrten. Sie müssen in der Nacht abgeladen worden sein. Zuvor hatte die Polizei das Amt für Straßen und Verkehr informiert, die wiederum sofort die Stelle abgesichert hatten. Die Reifen lagen lose aufgeschüttet auf dem abgelegenen Weg.

Erst gestern war eine ähnliche Menge Reifen nur wenige hundert Meter entfernt auf Mülheimer Gebiet vor einem Hundeplatz an der Hansbergstraße entdeckt worden. Auch sie erschienen über Nacht, Zeugen gibt es bisher wohl keine. Ein Schelm, wer da einen Zusammenhang sieht.
Autoreifen findet die EBE häufig wild abgelegt im Stadtgebiet, meist vermischt mit anderen Abfällen. Ab und zu kommen auch reine Reifenfunde vor, die Größenordnung von heute allerdings ist doch selten. „Wir mussten mit zwei Fahrzeugen anrücken, um alle Reifen einladen zu können“ berichtet Beschwerdemanager Jürgen Hasebrink. Ihm gibt die Menge zu denken. So eine Menge transportiere doch niemand im normalen Auto:
„Auf einem Reifenmantel haben wir ein Kennzeichen gefunden.“ So weisen Gewerbetreibende häufig die passenden Reifen einem bestimmten Fahrzeug zu.
Das Beschwerdemanagement der EBE unterbrach mit zwei Teams sofort seine Tagestour und reagierte prompt: Die Männer luden die Reifen im strömenden Regen per Hand auf und führten sie der fachgerechten Entsorgung zu. Die beiden Pritschen-Lkw waren bis unters Dach voll.
Normalerweise ist die EBE auf solchen schmalen Wegen gar nicht unbedingt für die Entsorgung von illegal abgeladenen Fundstücken verantwortlich, wird jedoch häufig vom städtischen Eigentümer damit beauftragt. So kam es auch diesmal zur ganz schnellen Amtshilfe. „Jetzt können die Leute wieder ihr Grundstück erreichen bzw. verlassen“, so Hasebrink.
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