Bombenfund an der Hülsmannstraße: Blindgänger erfolgreich entschärft

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Gymnasium Borbeck, Prinzenstraße. Auch die Schüler mussten aufgrund der anstehenden Entschärfung evakuiert werden. (Foto: Debus-Gohl)

Die gute Nachricht kam kurz nach 16 Uhr. Der Bombenblindgänger an der Geschwister-Scholl-Realschule an der Hülmannstraße 46 in Essen-Borbeck wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erfolgreich entschärft.

Der Bombenfund am frühen Vormittag hat Borbeck einige Stunden in Atem gehalten. Insgesamt waren rund 4.800 Anwohnerinnen und Anwohner sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus den angrenzenden Schulen betroffen. Rund 1.400 Personen mussten evakuiert werden. Knapp 70 Personen wurden in der Betreuungsstelle in der Turnhalle des Don-Bosco-Gymnasiums versorgt. Insgesamt wurden 20 Krankentransporte durchgeführt.

Im Rahmen der heutigen Entschärfung waren rund 200 Einsatzkräfte der Essener Feuerwehr, der Polizei, des Ordnungsamtes, der RGE, der Deutschen Bahn, der Ruhrbahn, der Stadtwerke Essen sowie der entsprechenden Hilfsorganisationen im Einsatz. Über 200 Bürgerinnen und Bürger haben sich bei der Hotline gemeldet.

Die Anwohnerinnen und Anwohner können in Kürze wieder in ihre Häuser zurückkehren, heißt es aus der Stadtverwaltung. Der Verkehr auf den betroffenen ÖPNV-Linien kann wieder freigegeben werden.

Die ganze Geschichte: 

Schrecksekunde am Vormittag: Während der Überprüfung eines Verdachtspunktes ist an der Geschwister-Scholl-Realschule, Hülsmannstraße 46, im Stadtteil Borbeck eine englische Fünf-Zentner-Bombe aus dem II. Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe - so der Plan - soll im Laufe des Tages entschärft werden. Kurz nach 14 Uhr heißt es aus der Verwaltung: Der innere Kreis ist zugezogen, auch im äußeren Kreis wird mit dem Zuziehen der Sperrstellen begonnen. Gegen 15.25 Uhr beginnt die Entschärfung.  
Anwohnerinnen und Anwohner, Schülerinnen, Schüler und Belegschaft der Geschwister-Scholl-Realschule und des Gymnasiums Borbeck, Prinzenstraße 46, sowie die Kindertageseinrichtung an der Armstraße im Umkreis von 250 Metern um die Bombenfundstelle müssen bis zum Ende der Entschärfung evakuiert werden. Krankenwagen übernehmen den Transport von kranken Personen.  

Das Ordnungsamt führt die notwendigen Evakuierungsmaßnahmen durch. Eine Betreuungsstelle in der Turnhalle des Don Bosco Gymnasiums ist eingerichtet und kann ab sofort aufgesucht werden. Sie ist über den Schulhof zu erreichen, der Weg ist ausgeschildert.
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