Bürgerreporter - auch ohne Presseausweis

Der allgemein anerkannte Presseausweis wird ausschließlich von den sechs Medienverbänden Deutscher Journalisten-Verband (DJV), Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di), Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Freelens und Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) ausgestellt. Foto: DJV

Immer wieder kommt es vor, dass Bürgerreporter der Lokalkompass-Community Anfragen nach einem Presseausweis an die Moderatoren oder die Kollegen in den Redaktionen vor Ort richten. Natürlich gibt es diese Ausweise nicht: Presseausweise sind Journalisten vorbehalten, die ihren Lebensunterhalt mit ihrer Tätigkeit bestreiten und diese werden den Ausweis auch nur ausschließlich zur Ausübung ihres Berufes verwenden. Immer wieder erkennen Geschäftemacher aber das Bedürfnis nach „offizieller Anerkennung“ und versuchen daraus Kapital zu schlagen.

Dumm nur, dass viele Bürger auch noch auf die Masche hereinfallen und ihr Geld für eine wertlose Plastikkarte in die Tonne hauen. „Diese Ausweise sind völlig nutzlos und dienen nur dem Zweck, fragwürdigen Geschäftsmodellen zum kommerziellen Erfolg zu verhelfen“, bestätigte Michael Konken, Bundesvorsitzender im Deutschen Journalisten Verband (DJV).

Nutzloses Plastik zum Schnäppchenpreis

Mal wird das begehrte Dokument zum Schnäppchenpreis von 29,90 Euro angeboten, in anderen Fällen werden für die Plastikkarte satte 150 Euro verlangt. Mit ihm fühle man sich „wie ein echter Journalist“, heißt es in einem der Werbetexte. Nur irgendeinen Nutzen wird er seinem stolzen Besitzer ganz sicher nicht bringen: Veranstalter und Behörden beispielsweise kennen die Unterschiede zum allgemein anerkannten Dokument und mehrheitlich erwarten diese zusätzlich eine weitere schriftliche Bestätigung oder Akkreditierung mit den Kontaktdaten der Redaktion.

Nur für "echte" Journalisten

Der DJV gehört zu den sechs Organisationen in Deutschland (lesen sie hierzu auch den Hinweis unter dem Foto), die den begehrten Ausweis nach sorgfältiger Prüfung ausstellen. Dazu gehören die Verdienstbescheinigung und eine Bestätigung des Arbeitgebers über die journalistische Tätigkeit. Gültige Presseausweise können Mitglieder, aber auch Nichtmitglieder beantragen, sofern sie hauptberuflich im Beruf tätig sind.

Lassen Sie sich nicht abzocken!

Lassen Sie sich also bitte nicht „abzocken“, liebe Bürgerreporter. Ihre Beiträge sind bei uns geschätzt und willkommen - ganz sicher auch ohne einen teuren und völlig nutzlosen „Presseausweis“.
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67 Kommentare zum Beitrag
917
Alfred Maier aus Wesel am 13.02.2013 um 14:31 Uhr  
17.599
Hildegard Grygierek aus Bochum am 13.02.2013 um 14:37 Uhr  
3.236
Peter Dettmer aus Essen-Borbeck am 13.02.2013 um 14:39 Uhr  
917
Alfred Maier aus Wesel am 13.02.2013 um 15:01 Uhr  
3.236
Peter Dettmer aus Essen-Borbeck am 13.02.2013 um 15:22 Uhr  
4.664
Wolfgang Kill aus Gladbeck am 13.02.2013 um 15:36 Uhr  
3.236
Peter Dettmer aus Essen-Borbeck am 13.02.2013 um 15:51 Uhr  
430
Heini Bergmann aus Bochum am 13.02.2013 um 16:49 Uhr  
127
Matthias Holtkamp aus Hamminkeln am 13.02.2013 um 17:57 Uhr  
5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 13.02.2013 um 18:03 Uhr  
127
Matthias Holtkamp aus Hamminkeln am 13.02.2013 um 18:16 Uhr  
2.450
Siegmund Walter aus Wesel am 13.02.2013 um 18:43 Uhr  
5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 13.02.2013 um 19:28 Uhr  
2.041
Oliver Borgwardt aus Haltern am 13.02.2013 um 19:59 Uhr  
5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 13.02.2013 um 20:29 Uhr  
2.667
Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr am 13.02.2013 um 21:32 Uhr  
430
Heini Bergmann aus Bochum am 13.02.2013 um 23:20 Uhr  
4.664
Wolfgang Kill aus Gladbeck am 14.02.2013 um 07:27 Uhr  
309
Magnus A. Kremser aus Dorsten am 14.02.2013 um 07:48 Uhr  
2.319
Kai-Uwe Hagemann aus Hagen am 14.02.2013 um 09:27 Uhr  
3.236
Peter Dettmer aus Essen-Borbeck am 14.02.2013 um 09:50 Uhr  
2.667
Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr am 14.02.2013 um 12:54 Uhr  
2.431
Heiko Müller aus Dortmund-City am 14.02.2013 um 12:59 Uhr  
2.667
Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr am 14.02.2013 um 13:11 Uhr  
1.629
Manfred Schuermann aus Essen-Ruhr am 14.02.2013 um 13:19 Uhr  
4.353
Neithard Kuhrke aus Wesel am 14.02.2013 um 13:25 Uhr  
3.729
Björn Braun aus Hagen am 14.02.2013 um 13:25 Uhr  
2.667
Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr am 14.02.2013 um 13:53 Uhr  
1.629
Manfred Schuermann aus Essen-Ruhr am 14.02.2013 um 14:10 Uhr  
6.851
Volker Dau aus Bochum am 14.02.2013 um 14:16 Uhr  
2.667
Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr am 14.02.2013 um 14:21 Uhr  
71
Hendrik Klein aus Iserlohn am 14.02.2013 um 14:36 Uhr  
2.041
Oliver Borgwardt aus Haltern am 14.02.2013 um 14:47 Uhr  
9.737
Christoph Niersmann aus Hilden am 14.02.2013 um 15:59 Uhr  
4.353
Neithard Kuhrke aus Wesel am 14.02.2013 um 17:49 Uhr  
430
Heini Bergmann aus Bochum am 15.02.2013 um 01:56 Uhr  
1.629
Manfred Schuermann aus Essen-Ruhr am 15.02.2013 um 02:42 Uhr  
21.286
Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland) am 15.02.2013 um 17:56 Uhr  
4.353
Neithard Kuhrke aus Wesel am 15.02.2013 um 19:02 Uhr  
1.629
Manfred Schuermann aus Essen-Ruhr am 15.02.2013 um 20:58 Uhr  
Der Presseausweis ist notwendig, um z.B. für eine Berichterstattung Zutritt an Orten zu erhalten, die ansonsten etwa durch die Polizei oder die Feuerwehr (aus Sicherheitsgründen) zeitweilig gesperrt sind.

Weil z.B. Aussteller i.d.R. Wert auf Berichterstattung legen, die ja auch PR sein kann oder ist, wünschen sie den Besuch der Presse und gewähren deshalb freien Eintritt. Den erhält dann, wer einen Presseausweis vorlegen kann.

Ansonsten führt der Presseausweis dazu, dass man etwa bei Messen ausführlichere Informationen vom Pressesprecher eines Ausstellers erhalten kann und nicht auf das oft nur angemietete und blitzgeschulte Personal an den Ständen angewiesen ist.

Das alles macht schon Sinn.

Ansonsten führt die ausgewiesene Pressezugehörigkeit natürlich auch zu Vergünstigungen wie Getränken, Würstchen oder Besserem im abgeschirmten Bereich für die Presse oder Großkunden. Es gibt freilich auch „Kollegen“, die es auf mehr „Aufmerksamkeiten“ als auf Werbekugelschreiber absehen und sich die Taschen vollhauen. Sie sind aber meistens schon als „Lohnschreiber“ bekannt und beliebt und sacken sich eigentlich neben Testmustern nur noch ihre „Prämien“ ein. Manchen armen Schluckern, die kaum noch Geld verdienen, gönne ich das sogar. Mögen sie ruhig.

Immerhin: Ich bin froh, dass ich nicht mehr aktiv sein muss und mich nicht mehr für die „Fachpresse“ tummle. Sie hat ihren sinnvollen Zenith weit hinter sich und west auffällig oft nur noch als PR-Organ für die Hersteller herum. Auch mit ihren Publikationen und Foren in WEB, die vor lauter echter und verdeckter Werbung überquellen.
„“

5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 16.02.2013 um 11:48 Uhr  
21.286
Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland) am 16.02.2013 um 12:25 Uhr  
5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 16.02.2013 um 12:42 Uhr  
1.629
Manfred Schuermann aus Essen-Ruhr am 16.02.2013 um 17:12 Uhr  
In dieser Plattform schlummert ja ein Potential, das überhaupt noch nicht konsequent entdeckt oder genutzt wird.
Was ist, wenn wirklich talentierte Schreiber aus einen bestimmten geografischen Bereich (etwa „Ruhrgebiet“), die hier im LK bereits vertreten sind, sich einmal treffen und gegenseitig ausloten? Wenn sie vorschlagen und diskutieren, was man als Thema oder gar als Projekt gemeinsam anfassen und realisieren könnte? Zum Beispiel Bundestagswahl? Kommunalwahlen? Gebrochene Wahlversprechen? Verschwendungen öffentlicher Gelder? Vernachlässigung von Bürgerinteressen bei bestimmten (evtl. unverständlichen, nicht nachvollziehbaren) Behördenakten.

Es könnten Themen gemeinsam angefasst werden, von Autor zu Autor wandern oder in der „Cloud“ bzw. als „Wiki“ gemeinsam bearbeitet werden, ehe sie als Beitrag in die Öffentlichkeit gehen.

Da kämen vielleicht Arbeiten zusammen, wie sie vorher noch nicht so gründlich und umfassend und dazu je nach Fall in so kurzer Zeit und gut durchrecherchiert präsentiert wurden. Arbeiten von Brisanz und vielleicht auch Durchschlagskraft.

Sollte man u.U. drüber nachdenken oder es gar bald anfassen.
Bei konsequenter Umsetzung würden sich evtl. nach und nach vielleicht auch „Whistleblower“ einfinden, um Themen zu unterstützen...
„“

4.353
Neithard Kuhrke aus Wesel am 16.02.2013 um 18:17 Uhr  
5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 16.02.2013 um 18:23 Uhr  
4.353
Neithard Kuhrke aus Wesel am 16.02.2013 um 18:48 Uhr  
6.851
Volker Dau aus Bochum am 16.02.2013 um 19:07 Uhr  
5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 17.02.2013 um 11:00 Uhr  
4.231
Uwe Zerbst (Gotha/Thüringen) aus Alpen am 17.02.2013 um 12:04 Uhr  
11.063
Harald Zschauer aus Lünen am 18.02.2013 um 11:36 Uhr  
14.754
Ursula Hickmann aus Essen-Süd am 18.02.2013 um 12:32 Uhr  
16.742
Jupp Becker aus Düsseldorf am 18.02.2013 um 15:15 Uhr  
5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 18.02.2013 um 16:03 Uhr  
14.754
Ursula Hickmann aus Essen-Süd am 18.02.2013 um 17:08 Uhr  
5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 18.02.2013 um 17:55 Uhr  
6.851
Volker Dau aus Bochum am 18.02.2013 um 18:45 Uhr  
309
Magnus A. Kremser aus Dorsten am 18.02.2013 um 19:52 Uhr  
6.587
Andreas Rüdig aus Duisburg am 19.02.2013 um 08:59 Uhr  
14.754
Ursula Hickmann aus Essen-Süd am 19.02.2013 um 10:04 Uhr  
4.353
Neithard Kuhrke aus Wesel am 19.02.2013 um 11:25 Uhr  
10.173
Monika Meurs aus Moers am 19.02.2013 um 22:28 Uhr  
4.231
Uwe Zerbst (Gotha/Thüringen) aus Alpen am 20.02.2013 um 08:59 Uhr  
5.713
Willi Heuvens aus Bedburg-Hau am 20.02.2013 um 17:15 Uhr  
10.173
Monika Meurs aus Moers am 26.04.2013 um 00:52 Uhr  
10.173
Monika Meurs aus Moers am 26.04.2013 um 01:03 Uhr  
3.515
Joachim H. Hartung aus Monheim am Rhein am 10.06.2013 um 11:58 Uhr  
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