Frintroper starten Hilfsaktion für die kleine Ava

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Es war ein langer Tag für Emrah Killic und die anderen Helfer. Insgesamt 90 Ehrenamtler waren am 22. Februar bei der Registrierungsaktion der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei in der Sporthalle der Bezirkssportanlage am Wasserturm im Einsatz. Unter ihnen eine Delegation der Johanniter.


Die Datenerfasser, die Helfer in der Blutabnahme, Kuchenverkäufer und Spendensammler hatten alle Hände voll zu tun. Von 10 bis 16 Uhr herrschte reger Betrieb in der Sporthallee und auf dem Gelände. „872 Spender haben sich registrieren lassen“, freute sich DKMS-Sprecher Emrah Killic über den Erfolg der Aktion. Die hatte die DKMS gemeinsam mit Gastgeber Adler Union Frintrop auf die Beine gestellt. Als Schirmherr war Oberbürgermeister Reinhard Paß mit dabei.

Geeigneter Stammzellenspender

Ziel war es, einen „genetischen Zwilling“ zu finden. Für die erst drei Jahre alte Ava aus Bottrop und andere Patienten. „Man kann so gut wie sicher davon ausgehen, dass sich unter den heute registrierten Personen ein geeigneter Stammzellenspender befindet. Wann das sein wird und für wen, kann heute allerdings noch niemand sagen“, so Killic. Drei bis vier Wochen wird es dauern, bis die Proben vom Wasserturm typisiert sind.
Dann ist klar, ob auch für Ava der große Treffer dabei war. Die kleine Bottroperin leidet an MDS. Ihr Knochenmark bildet keine gesunden Blutzellen mehr. Das kleine Mädchen kann nur überleben, wenn sich irgendwo auf der Welt ein Mensch mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen im Blut findet, der bereit ist, Stammzellen für Ava zu spenden.

Familie hofft auf ein kleines Wunder

Bislang war die Suche erfolglos. Deshalb hoffen Familie und Freunde nun auf die Neuspender aus Essen. Auch die Mitglieder von Adler Union Frintrop drücken der tapferen Dreijährigen fest die Daumen, dass es mit einem Spender klappt. „Dann haben sich der Einsatz, das Kleben der Plakate und Verteilen der Flyer gelohnt.“

44.000 Euro Kosten für Registrierung

Bei der DKMS ist man nicht nur froh über die große Typisierungsbereitschaft der Menschen, die am Sonntag aus Essen, Bottrop oder Oberhausen auf die Anlage am Wasserturm gekommen waren. „Auch die finanzielle Unterstützung ist wichtig“, so Emrah Killic. Denn pro Registrierung fallen bei der DKMS 50 Euro an Laborkosten an. Für die Aktion am Sonntag sind allein 44.000 Euro notwendig. Ein Teil, rund 8.000 Euro, sind vor Ort durch Kuchenverkauf, eine Fotoaktion mit Star Wars-Fans oder die Sammlung von Spenden zusammengekommen. Wer darüberhinaus helfen möchte, findet auf der DKMS-Seite entsprechende Informationen.
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