Im Stadion Essen per Highspeed in den Job

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Am Stand der Firma Lowell: Mareike Moonen und Astrid Neumann (v.l.) in einer Beratungssituation. Fotos: Debus-Gohl

Eine schnelle, unkomplizierte und direkte Bewerberauswahl treffen zu können, ist der große Vorteil des Speed-Datings. War diese Methode in ihrer Anfangszeit auf die Partnersuche beschränkt, wird sie heute auch in anderen Lebensbereichen genutzt, zum Beispiel bei der Suche nach einer Wohnung, einem Ausbildungsplatz oder einem Job.

Rund 200 Jobsuchende im Alter von 20 bis 25 Jahren erhielten im Stadion Essen jetzt die Gelegenheit, mit Arbeitgebern von 50 mittelständischen Unternehmen aus Essen und Umgebung in Kontakt zu treten. Arbeitslos gemeldete Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung hatten die Möglichkeit, sich vorzustellen und den passenden Job zu finden.
Beim 2. Job-Speed-Dating, das die Agentur für Arbeit in Essen beim TÜV Nord Bildung in Auftrag gegeben hatte, konnten sich Arbeitssuchende und Personalentscheider im Zehn-Minuten-Takt persönlich kennenlernen.

Vier-Tage-Coaching für Zehn-Minuten-Gespräche

„Der verkürzte Weg, sich von Auge zu Auge gegenüberzusitzen, ist für den Bewerber eine große Chance bei der Arbeitssuche“, davon ist Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Essen, überzeugt. Bewerbungsschreiben und Zeugnisse werden in dem Moment unwichtiger, der persönliche Eindruck ist entscheidend. Und die beteiligten Firmen sparen Zeit und hohen Personalaufwand.
Auf die Zehn-Minuten-Gespräche werden die Bewerber in einem Vier-Tage-Coaching vorbereitet. In Gruppen- und Einzeltrainings üben die Jobsuchenden die Bewerbungssituation und erstellen ein aussagekräftiges Leporello für ihre Kurzbewerbung. Workshops zum Telefontraining, zur Körpersprache und dem richtigen Umgang mit den sozialen Medien ergänzen das Training.
Sandra Meinecke, seit einem halben Jahr arbeitslos, ist überzeugt, dass das Training ihr geholfen hat. „Ich hatte drei Kurzgespräche und für Montag habe ich schon eine Einladung zu einem ausführlicheren Bewerbungsgespräch“, freut sie sich.
Die Stellenangebote waren breit gefächert. Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich sowie in den Branchen Elektrotechnik, Bau, Verkehr und Logistik, Gesundheit, Dienstleistungen und Gastronomie werden teilweise händeringend gesucht.

Text: Doris Brändlein
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