„In Essen angekommen“ erzählt Erfolgsgeschichten über Integration

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In Essen angekommen: Riam Majed und Kai Gehring engagieren sich für die Integration Geflüchteter. (Foto: Steinbrink)

„Die Stimmungslage wurde pessimistischer“, mit Besorgnis beobachtete Kai Gehring nach den Geschehnissen der Kölner Silvesternacht die Entwicklung der Integrationsdebatte. Nun hat der Essener Grünen-Politiker eine Broschüre herausgegeben, in der ehemalige Flüchtlinge zu Wort kommen und über ihre Integration in die deutsche Gesellschaft sprechen.

So liest man beispielsweise über Shoan Vaisi, der 2012 seine iranische Heimat verlassen musste. Der politisch verfolgte 26-Jährige lebt nun seit drei Jahren in Essen und leitet hier eine Flüchtlingsunterkunft. In seiner Freizeit wirft der Hobby-Ringer seine Kontrahenten für den TV Essen Dellwig auf die Matten.
Oder die Geschichte von Riam Majed. Sie erzählt „In Essen angekommen“ über ihre Flucht aus dem Irak und ihre ersten Jahre in Frintrop: „Es war für mich, wie eine Reise – als Kind hat man darüber nicht nachgedacht.“ Erst in der Schule fingen für die heute 24-Jährige die Probleme an.
Der Deutschunterricht bereitete der Deutsch-Irakerin Probleme, bis eine Grundschullehrerin in ihrer Freizeit Nachhilfestunden anbot. „Diesem Engagement verdanke ich mein Abitur“, erklärt Riam Majed. Ihre Familie wurde in Borbeck gut aufgenommen. Ein älteres Ehepaar freundete sich mit Majeds Familie an. Fortan gab es bei den gemeinsamen Abendessen einen kulinarischen Mix aus arabischen Speisen und deutscher Hausmannskost. Majed weiß, dass es nicht einfach ist, in Deutschland etwas zu erreichen und fordert die derzeitigen Flüchtlinge auf, sich um Integration zu bemühen. Dass sie damals viel Glück gehabt hat, weiß die Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens ebenfalls.
Aus diesem Grund gibt Riam Majed an ihrer Hochschule Vorbereitungskurse für Flüchtlinge. Zuhause hat man Flüchtlinge aufgenommen. „Langfristig muss mehr kommen, als nur Integrationskurse“, sagt die Deutsch-Irakerin. Kai Gehring sieht das ähnlich.
Dabei könnten die Flüchtlinge von heute die Arbeitgeber und -nehmer von morgen sein. Die Politik und die Ämter würden aber nur langsam reagieren. Dabei sei Zeit bei der Integration eine wichtige Ressource. Und für Zeit und Geduld will Gehring werben.
Die Broschüre „In Essen angekommen“ steht auf der Homepage www.kai-gehring.de zur Einsicht oder zum Download bereit. lesen
"Wir haben genug Beispiele für gelungene Integration."
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