Neue Freunde für Schwan Fridolin vom Borbecker Schlossteich

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Per Handschlag besiegelten Alfons Pöhler und das Ehepaar Thorsten und Diana Haneke ihre Kooperation. (Foto: Markus Decker)

Alfons Pöhler und sein Schlossteich - diese Borbeck Kurier-Geschichte bewegte zahlreiche Leser. Und viele wurden sogleich aktiv, sagten dem Tierfreund eine Futterspende zu. Auch Diana und Thorsten Haneke, das neue Pächterehepaar der Schlossgastronomie „Zur Münze“ suchte sogleich den Kontakt.

„Wir hatten zwar schon erzählt bekommen“, erklärt Diana Haneke, „dass es da jemanden gibt, der die Schwäne den Winter über füttert, aber persönlich haben wir noch nicht mit der Person in Kontakt treten können.“ Dass man den Mann gerne kennenlernen und unterstützen wollte, war für die Eheleute überhaupt gar keine Frage.
Kurz vor Weihnachten war es dann endlich soweit, Alfons Pöhler stellte sich persönlich vor. Der Vogelliebhaber schilderte den Hanekes genau, wie er überhaupt an den Schlosspark und dessen gefiederte Bewohner gekommen war.

Strohbett für unterkühltes Federvieh

Dabei wurde auch viel von dem schwarzen Schwan Fridolin erzählt. „An einem sehr kalten Wintermorgen war der junge Fridolin fast eine Eiskugel “, erinnerte sich Pöhler. „Seine Schwaneneltern konnten ihn selbst nicht richtig wärmen, denn auch sie waren sehr unterkühlt.“ Was den ehrenamtlichen Schwanen-Papa zu einem schnellen Handeln veranlasste. In einem Strohbett kam der Schwan wieder zu einer gesunden Körpertemperatur.

Anleger zur Befestigung

Interessiert lauschte das Pächter-Paar den Erzählungen von Alfons Pöhler. Die handelten auch von seinem Boot. Leider treibt dieses auch schon einmal ab und wird von seinem Besitzer vermisst. „Das Boot“, so Thorsten Haneke, „muss man irgendwo befestigen, dass es nicht beschädigt wird.“ Zum Beispiel an einem Anleger oder an der Terrasse, lautete der Vorschlag.
„Wir finden sein Engagement vorbildlich“, zeigte sich Diana Haneke ganz begeistert, „denn gerade die Schwäne und Gänse hier auf dem Schlossteich und im Park sind doch sehr schön“.

Ergänzende Fütterung

Das sehen wohl auch die Gäste so: „Gerade bei Hochzeiten sind die Tiere immer in der Nähe. Andere lassen dann Tauben steigen, aber wer kann schon von seiner Feier behaupten, dass Schwäne und Gänse geflogen sind?“
Was man denn noch ergänzend füttern könne, damit die Tiere den Winter gut überstehen, wollten die Hanekes abschließend wissen. Ein wenig Salat als Beifütterung zu dem Körner- und Maisfutter reiche da aus, gab ihnen der Fachmann entsprechenden Rat.
„Da wir ja auch möchten, dass die Tiere noch viele Jahre hier ihre Heimat haben“, betonte Thomas Haneke zum Abschied, „beteiligen wir uns an dem Futter für die Tiere. Das steht außer Frage!“ Per Handschalg wurde diese Übereinkunft besiegelt. In Zukunft will man also in Kontakt bleiben und - ganz im Sinne der Tiere - kooperieren.

Text: Markus Decker
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1 Kommentar
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Verena Tc aus Essen-Borbeck | 31.01.2016 | 15:28  
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