Neue Herausforderungen: Am 14.2. wählt Borbeck-Vogelheim das Presbyterium

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Bereit für neue Herausforderungen: Sieglinde Schigulski (li.) und Volker Borgardt (re.) kandidieren in Borbeck-Vogelheim fürs Presbyteramt. Foto: Müller

„Es kommt einiges Neues auf uns zu“, weiß Sieglinge Schigulski, Diplom-Sozialpädagogin im Jugendhaus Coffee Corner. Wie 17 weitere Anwärter auf der Gesamtvorschlagsliste und insgesamt fünf hauptberufliche tritt sie zur Presbyteriumswahl der Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim an.

Die Gemeinde versucht in ihrer Arbeit Glaubensgrundsätze mit Alltagsproblemen zu verbinden, will Räume zur bunten, offenen Diskussion schaffen: „Das ist Christentum!“, findet Schigulski. Schon lange praktizieren die Verantwortlichen Projekt- und Migrationsarbeit, haben verschiedene Fachausschüsse zu unterschiedlichen Themen: So gibt’s beispielsweise Gremien für Kinder- und Jugendarbeit, für Finanzen oder Strukturen. Ein wirkungsvolles Instrument, weil Leute mit entsprechenden Kompetenzen hier ihr Knowhow einbringen können.

Finanzfragen

Zwei große Aufgaben stellen sich der Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim in den kommenden vier Jahren, allen voran die Standortfrage: „Wir müssen nachdenken, ob wir alle Kirchenzentren so erhalten können“, verrät Schigulski. Angesichts schwindender Mitgliederzahlen einfach eine Frage des Geldes. Die Entwicklung von Leuchttürmen, die sich dann auf ihre jeweiligen Stärken konzentrieren, ist aktuell die Idee.
Zweite große Herausforderung für die Gemeinde wird, den Verlust von zwei der bisher fünf Pfarrstellen zu kompensieren. Besonders betroffen sind sowohl Gottesdienst als auch Konfirmandenunterricht. Der Gottesdienst könnte zukünftig stärker von Presbytern und Ehrenamtlichen gestaltet werden, Vorbild ist hier das beliebte, einmal im Monat stattfindende Taizé-Gebet. Für den Konfirmandenunterricht setzen die Kandidaten auf Modernisierung: Längst haben die meisten Kinder und Jugendlichen bis 16 Uhr Schule, wöchentlicher Unterricht ist da kaum zeitgemäß. Stattdessen wäre beispielsweise ein längerer Block, der alle vier Wochen steigt, eine denkbare Möglichkeit: „Das ist ein kreativer Prozess“, lässt Diplom-Pädagogin Schigulski einblicken.
Ebenfalls zum Thema ist die Flüchtlingsfrage: Die Gemeinde hat in ihren Häusern vor Kurzem knapp 25 unbegleitete Asylbewerber aufgenommen.

An die Urnen!

An die Urnen geht’s am 14. Februar, für die Gemeindemitglieder sind von jeweils 10.30 bis 17 Uhr drei Wahllokale eingerichtet: Gemeindesaal Dreifaltigkeitskirche, Stolbergstraße 54, Markushaus, Forststraße 17, sowie Gemeindesaal Matthäuskirche, Bocholder Straße 34. Zusätzliche Infos zur Wahl und allen Kandidaten gibt’s auf der Internetpräsenz der Gemeinde Borbeck-Vogelheim.
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