Niemand wird im Dunklen stehen - DVB-T2 ab Ende Mai auch in Borbeck

Anzeige
Albo Mirto präsentiert einen der neuen Fernseher, die einen DVB-T2 Receiver bereits eingebaut haben. Einzel-Receiver hat der Borbecker Geschäftsmann bislang noch nicht bestellt. "Die Geräte, die bis dato erhältlich sind, sind einzig für den Empfang der öffentlich-rechtlichen Programme geeignet." Gegen einen Aufpreis können auch verschlüsselte Programme empfangen werden. "Dafür sind allerdings andere Geräte notwendig."
 
Die Antennen können auch nach Umstellung auf DVB-T2 weiter verwendet werden.

Die Standards bei Übertragung und Empfang von Fernsehbildern haben sich gewandelt. HDTV wird mittlerweile von fast allen Sendern in Deutschland angeboten. Nun sollen die hochauflösenden Bilder auch über DVB-T zu sehen sein können. Über DVB-T2 wird dies ab dem 31. Mai in ausgesuchten Regionen möglich sein. Dazu gehört auch die Rhein-Ruhr-Schiene.

Von der Umstellung auf HDTV über DVB-T2 sind nicht wenige Zuschauer betroffen. "Es liegen zwar keine genaue Zahlen vor, doch es gibt gerade hier bei uns in Borbeck eine Menge Leute, die ihr Fernsehprogramm auf diesem Wege empfangen", weiß Albo Mirto, Inhaber von SP Ney. Die Vorteile liegen auf der Hand. "Es ist gegenüber Kabel und Satellit die deutlich günstigere Variante", so der Experte. Bedarf es doch einzig und allein der Anschaffung eines DVB-T-Receivers und einer (Zimmer)Antenne. "Dank des guten Empfangs hier in Borbeck ist in den meisten Fällen die Installation einer Haus- oder Außenantenne überflüssig." 25 Programme sind dann frei zu empfangen.
Die Umstellung auf HDTV im Bereich DVB-T kommt für Mirto, der 2010 das Fachgeschäft an der Wüstenhöfer Straße 226 übernommen hat, nicht überraschend: "Denn HDTV wird von den Zuschauern immer mehr nachgefragt." Alle großen Sendergruppen und Programmveranstalter haben erklärt, bei DVB-T2 mit dabei zu sein und ihre Inhalte zukünftig in HDTV in Deutschland zu verbreiten. Dazu gehören die öffentlich-rechtlichen Programme ebenso wie private Angebote der Mediengruppe RTL Deutschland sowie von ProSiebenSat.1.
"Es wird wohl an die 40 Programme geben", schätzt Albo Mirto. Noch sei aber nichts Genaues entschieden. Wahrscheinlich werden auch noch regionale Programme zu dem Angebot der Öffentlich-Rechtlichen hinzukommen. Und auch Shoppingsender und Spartenprogramme könnten mit auf das neue digitale Antennenfernsehen umsteigen.
Etwas ändert sich mit Einführung der neuen Technik allerdings doch: Wie bisher bei DVB-T werden die öffentlich-rechtlichen Sender zwar über die Haushaltsabgabe, sprich die Rundfunkgebühren finanziert, doch sollen andere Sender verschlüsselt angeboten werden. "Vergleichbar mit den HDTV-Angeboten bei Satellit und Kabel", weiß der Fachmann. Da zahlt man schon heute. Entsprechende Karten, mit denen die Decoder "gefüttert" werden können, sind im Handel erhältlich. "Das Verfahren wird bei DVB-T2 wohl ähnlich sein", mutmaßt Albo Mirto.
Wer die neuen Technik nutzen möchte, benötigt in jedem Fall ein passendes Empfangsgerät. Profitieren von der bevorstehenden Umstellung können die Haushalte, die ihr Fernsehprogramm stationär über Haus-, Außen- oder Zimmerantennen empfangen. Aber auch wer über USB-Sticks im Auto Nutzer von portablem oder mobilem DVB-T-Empfang ist.
Die Umstellung wird flächendeckend in mehreren Schritten erfolgen. ARD und ZDF haben vereinbart, bis Mitte 2019 komplett von DVB-T auf DVB-T2 HD umzusteigen, doch bereits ab Frühjahr 2017 soll der Regelbetrieb laufen. "Bis dahin", so Albo Mirto, "bleibt alles beim Alten." Es werde niemand im Dunklen stehen, ob er nun schon umrüste oder auch nicht. "Die Antennen", so der Fachmann, seien von der Umstellung nicht betroffen. "Die können weiter genutzt werden. Egal ob für DVB-T oder DVB-T2."

Am 31. Mai diesen Jahres beginnt die erste Stufe der Umstellung auf DVB-T2. Zunächst mit sechs Programmen. Der Start erfolgt in ausgewählten Zonen. Dort sind dann auch die Olympischen Sommerspiele und die Fußball-EM in neuer Qualität zu empfangen. Betroffen von der Umstellung sind die Haushalte, die über Haus-, Außen- oder Zimmerantennen empfangen. Ebenso die Nutzer von portablem oder mobilem DVB-T-Empfang. Wollen sie die verbesserte Qualität schon jetzt, müssen sie ein passendes Empfangsgerät kaufen. Die Preise dafür liegen bei rund 150 Euro.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.