So geht´s nicht: Bahnhöfe in Dellwig mit Verbesserungsbedarf

Glaubenssprung: Ein- und Ausstieg können wegen des niedrigen Bahnsteigs für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zum Problem werden. | Foto: Fuhrmann
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Die beiden Bahnhöfe in Dellwig sind wenig einladend: Der Asphalt auf Bahnsteig und Zuwegung ist in schlechtem Zustand, Ein- und Ausstieg wegen des niedrigen Steigs für Menschen mit Behinderung kaum alleine machbar und eine Rattenplage zieht sich von der unregelmäßig gepflegten Bewucherung bis zur Donnerstraße. Die Problematik ist nicht neu und begleitet die Bezirksvertretung IV seit mehreren Jahren.

„Warum lässt man unser Dellwig so verkommen?“, fragt sich Borbeck Kurier-Leser Karl Fuhrmann. An sich mag Fuhrmann seinen Stadtteil, aber gerade der Zustand der Bahnhöfe Essen-Dellwig und Essen-Dellwig Ost stößt ihm sauer auf. Sie seien besonders für Besucher abschreckend, die extra anreisten, um beispielsweise durch den Ruderalpark zum Haus Ripshorst zu wandern.
Schon der steile Ein- und Ausstieg könne für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein Hindernis sein: „Die Bahnsteige sind so niedrig, dass man förmlich aus dem Zug springen muss.“ Ohne fremde Hilfe sei das nicht machbar. Zusätzlich seien sowohl der Asphalt des Bahnsteigs selbst wie auch der Weg hinunter in schlechtem Zustand, mit Schlaglöchern gespickt. Zwar seien die ehemals wild wuchernden Sträucher entlang der Strecke inzwischen zurückgeschnitten, die Vermüllung am Weg bleibe aber bestehen.

Neu ist das Thema nicht

„Der Bahnhof könnte besser aussehen“, bestätigt Ulrich Schulte-Wieschen, Fraktionsvorsitzender SPD in der Bezirksvertretung IV, „darüber brauchen wir gar nicht sprechen.“ So könnte die Deutsche Bahn – deren Hoheitsgebiet Bahnhöfe und das direkte Umfeld sind – die Sträucher ab und an ruhig einmal schneiden, der ganze Zuweg optimaler sein. Neu ist das Thema beileibe nicht, schon 2009 bemängelte die CDU unter anderem den maroden Zustand allgemein, die gefährliche Zuwegung sowie die Schwierigkeiten beim Einstieg in die Züge. „Da sind wir regelmäßig dran“, erklärt SPD-Fraktionschef Schulte-Wieschen. Die CDU forderte damals eine schnellstmögliche Umsetzung.

Rattenproblem verschleppt

Eine zwischenzeitige Säuberungs- und Aufräumaktion habe zwar Besserung gebracht, aber ein weitere Schwierigkeit nicht gelöst: „Da sind mehrfach Rattenprobleme gewesen, das ist mehrfach in der Bezirksvertretungssitzung aufgetaucht“, seufzt Schulte-Wieschen. Über den angrenzenden Parkplatz hinweg bis zur Donnerstraße hin habe sich das Problem mittlerweile verschleppt. Zuletzt sprach er die ausbleibende Bekämpfung der Rattenplage in 2014 an und forderte um Nachbesserung. Gleichzeitig hofft der SPD-Politiker darauf, dass solche Probleme regelmäßiger an die Ortspolitiker oder direkt an die Bezirksvertretung herangetragen werden. Die Einwohnerfragestunde sei genau der richtige Ort: Für große Unternehmen wie die Deutsche Bahn könne dies zusätzlicher Impuls sein. Sauberkeit ist Fehlanzeige: Entlang des Weges zum Bahnhof findet sich Müll.

Einwohnerfragestunde

In der Einwohnerfragestunde können Bürger ihre eigenen Sorgen und Nöte in die Bezirksvertretung einbringen. Eingaben macht man beim Verwaltungsbeauftragten Michael Quadt unter 88 15 123 oder per E-Mail an michael.quadt@bv4.essen.de. Die nächste Sitzung steigt am 9. Mai.

von Alexander Müller

Glaubenssprung: Ein- und Ausstieg können wegen des niedrigen Bahnsteigs für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zum Problem werden. | Foto: Fuhrmann
Sauberkeit ist Fehlanzeige: Entlang des Weges zum Bahnhof findet sich Müll. | Foto: Fuhrmann
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Lokalkompass Borbeck aus Essen-Borbeck

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