Borbeckerin Iris Petzkies gewinnt Heimfahrt im Rolls Royce

Anzeige
Der Jubel bei Gewinnerin Iris Pletzkies kennt keine Grenzen. Dietmar Strerath (2.v.l.) von der Stiftung "Freude für Menschen in Not" wird die Bewohnerin des Bodelschwinghauses gemeisam mit Partner Jochen Jakobs mit dem schmucken Rolls Royce Phantom Drophead nach Borbeck fahren. Mit Iris Pletzkies freuen sich Werner Engels (l.), Vorsitzender des SC Frintrop, Uwe Mandel vom Diakoniewerk Essen, Wolfgang Brinkmann, Stellvertretender Wohnverbandsleiter, und Stefanie Schmidt vom Wohnverband Essen /Johanneswerk.

Zunächst kann es Iris Pletzkies kaum glauben, was ihr da für ein Dreh gelungen ist. Doch kaum hat sie realisiert, was der schmucke weiße Rolls Royce auf der Drehscheibe des Glücksrads zu bedeuten hat, reißt sie jubelnd die Arme in die Luft.

"Super, in einem solchen Auto bin ich noch nie gefahren", freut sich die Bewohnerin des Borbecker Bodelschwingh Hauses. Genießen darf sie die komfortable Fahrt in dem schneeweißen Phantom Drophead gemeinsam mit Partner Jochen Jakobs.
Für Iris und Jochen erfüllt sich an diesem Tag ein ganz besonderer Wunsch. Einer, den Dietmar Strerath von der Stiftung "Freunde für Menschen in Not" gerne erfüllt. Die Rollstuhlfahrerin findet bequem Platz auf dem Vordersitz. "Das Auto ist komplett umgebaut", verrät der Mann am Steuer. "Damit ist es überhaupt kein Problem, auch Rollstuhlfahrer zu transportieren."

Zehn Wettbewerbe bei Spaßolympiade


Der Dreh am Glücksrad war einer von zehn Wettbewerben, die am Mittwoch auf dem Programm der 3. Frintroper Spaßolympiade standen. Die gemeinsam von Diakoniewerk und Wohnverbund Essen organisierte Veranstaltung konnte in diesem Jahr in Sachen Teilnehmermeldungen noch einmal zulegen. Insgesamt 55 Aktive hatten sich für die Spiele in Frintrop gemeldet. Ein olympisches Dorf gab es am Schemmannsfeld zwar nicht, doch bot die Anlage des SC Frintrop dort beste Voraussetzungen für Tonnenwerfen, Torwandschießen oder den Gummistiefelweitwurf. "Wir freuen uns immer, wenn wir unser Gelände für derartige Veranstaltungen zur Verfügung stellen können", berichtet Werner Engels, 1. Vorsitzender des gastgebenden Vereins. "Schließlich sind wir mehr als ein Fußballverein."

Inklusion wird beim SC Frintrop groß geschrieben


Inklusion wird beim SC Frintrop groß geschrieben. Seit zehn Jahren existiert eine Kooperation mit dem Diakoniewerk. Immer freitags trainieren Bewohner des Hauses an der Baasstraße am Schemmannsfeld. "Demnächst an zwei anderen Tagen gemeinsam mit der zweiten Mannschaft", so der Vorsitzende, der die inklusiven Angebote gerne weiter ausbauen möchte. "Nicht zuletzt im Hinblick auf unser Projekt." In drei Schritten soll das Gelände umgebaut werden. 680.000 Euro sind notwendig, um in Unterfrintrop eine inklusive Erlebniswelt mit kleinem Kunstrasenplatz, Geräten und einer Begegnungswiese entstehen zu lassen. Von der BV gab's 10.000 Euro Anschubfinanzierung zum Planungsstart. "Wir haben uns die Politik mit ins Boot geholt", erklärt Engels, auch Sponsoren haben schon Bereitschaft signalisiert. "Doch aktuell haben wir noch eine Finananzierungslücke von 200.000 Euro."

Spaß steht im Vordergrund


Dass der Inklusionsgedanke beim SC Frintrop weiter wachsen soll, freut Uwe Mandel. "Doch unsere Leute fühlen sich schon jetzt hier beheimatet." Viele von ihnen waren auch bei der Olympiade mit am Start. "Der Spaß steht im Vordergrund", verrieten Stefanie Schmidt vom Wohnverbund Essen und Uwe Mandel. Deshalb gab es am Ende eines langen Wettkampftages für alle Olympioniken nicht nur ein leckeres Mittagessen, sondern auch Urkunden und Medaillen. Die wurden ihnen von Silke Gehrling, Geschäftsbereichsleiterin Diakoniewerk, und dem stellvertretenden Wohnverbundsleiter Uwe Brinkmann überreicht.

Überrschung für Elfie und Uwe


Ehe die stolzen Olympia-Teilnehmer gen Heimat aufbrachen, gab es für Elfie und Uwe, Bewohner des Hauses Rüselstraße, noch eine besondere Überraschung. Die beiden sind seit zwei Jahren verheiratet. Standesamtlich. Jetzt steht die kirchliche Trauung an. "Vor der Kirche werdet ihr mit dem weißen Rolls Royce vorfahren", freuten sich Uwe Mandel und Dietmar Strerath verkünden zu können. Eigentlich hatte die Braut auf eine Kutsche gehofft. Doch der Phantom Drophead ist auch nicht zu verachten. Zumindest was die Pferdestärken unter der Haube angeht, ist er kaum zu toppen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.