Stadtspiegel-Mitarbeiterin bastelt Adventskranz im katholischen Jugendheim

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"Ich zeig dir, wie es geht!"
Man nehme einen Römerring, Tannenzweige, Blumendraht, eine Zange, vier Kerzen, eine Heißklebepistole und Dekomaterial, wie zum Beispiel Zimtstangen, Dekoäpfel und Bändchen. Mit etwas Geschick entsteht daraus ein Adventskranz. Zum Beispiel einer speziell für den Stadtspiegel.


Tannenzweige liegen verstreut auf dem ganzen Tisch: hier muss Ordnung her! Aber zuerst greife ich zur Zange und schneide mir die schönsten Tannenspitzen zurecht. Dann lege ich sie um den Ring und beginne sie mit dem Blumendraht zu fixieren.
Nach und nach wird Tannenzweig auf Tannenzweig gelegt und schließlich mit dem Draht sicher befestigt. So ist der Römerring nach etwa 15 Minuten dicht mit Zweigen bedeckt. Das wichtigste habe ich hinter mir.

„Die Tanne ist jedes Jahr gleich, aber die Gestaltung ganz anders.“

Insgesamt sitzen mit mir zehn Leute um den Tisch im Bastelkurs am Dionysiuskirchplatz 15. Und alle hoffen darauf, mit einem schönen Adventskranz nach Hause gehen zu können.
„Der Kurs findet jetzt zum 15. Mal statt. Jährlich biete ich Borbeckern die Gelegenheit, ihre kreative Seite zu entdecken, und jedes Mal ist es anders! Die Tanne ist zwar immer gleich, aber die Menschen im Kurs und die Dekomaterialien ändern sich“, so Iris Treptow, Floristin aus Heisingen, die die Adventskranz-Bastelaktion im Katholischen Jugendheim ins Leben gerufen hat.
Weiter geht es mit den Kerzen. Die kann man entweder mit der Heißklebepistole oder mit dicken Drähten am Kranz befestigen. Dann klebe ich das Logo des Stadtspiegel Essen darauf, um dem Kranz Charakter zu verleihen. Abschließend wird der Kranz mit beliebigem Dekomaterial dekoriert.
„Ich bin extra aus Herten gekommen!“, meint Britta Böckmann, die hier, wie ich, zum ersten Mal einen Adventskranz bastelt. „Ich habe speziell nach einem Kurs gesucht, in dem man Adventskränze basteln kann, und Google hat mich hierher geführt!“, gibt Böckmann zu. „Was mir hier besonders gefällt, ist, dass sich jeder individuell entfalten kann. Jeder ist verantwortlich für seinen eigenen Kranz. Außerdem hat das Gestalten für mich eine meditierende Wirkung. Und außerdem: Wer bastelt schon gern allein?“
Doch Obacht: Gar nicht meditativ ist es, wenn man sich beim Schmücken des Kranzes mit der Heißklebepistole die Finger verbrennt - denn das geht genauso schnell wie einfach.

Orangenscheiben, Elche und Dekoäpfel

Glücklicherweise unverletzt greife ich in die Beutel mit den getrockneten Orangenscheiben, Elchen, Mini-Weihnachtsmännern und Dekoäpfeln, die ich auf dem Kranz verteile und aufklebe. Zum Schluss wickele ich noch etwas von den goldenen Engelshaaren um die Zweige, weil er mir noch zu nackt aussieht.
„Schaut mal: Der Kranz ist ja für den Stadtspiegel Essen! Der sieht aber toll aus“, höre ich Komplimente, als ich den Kranz hochhebe und aus einer anderen Perspektive betrachte. Jetzt warte ich nur noch auf den Fotografen, der das Kunstwerk ablichtet. Am kommenden Sonntag, 30. November, brennt bei mir bereits die erste Kerze. Und Ihnen wünsche ich einen schönen ersten Advent - ob mit oder ohne Kranz.

Fotos: Winkler
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