Ausgekontert: Viktoria Köln zerlegt Rot-Weiss Essen 4:0!

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Nimmt die 0:4-Klatsche überwiegend gelassen: RWE-Chefcoach Sven Demandt. Fotos: Gohl

Erschreckend deutlich und doch ein wenig ungerecht war der 4:0-Sieg von Viktoria Köln am heutigen Samstag gegen Gastgeber Rot-Weiss Essen. Dominierte der Traditionsklub die erste Hälfte, wurden die zweiten 45 Minuten zur veritablen Katastrophe. RWE-Cheftrainer Sven Demandt nimmt's gelassen.

Die rote Karte für Philipp Zeiger in der 81. Spielminute war dabei nur das I-Tüpfelchen einer Halbzeit, die für Rot-Weiss Essen so sehr in die Hose ging, dass selbst Marco Antwerpen, Trainer von Viktoria Köln, zugab, dass etwas Glück im Spiel war. Abwehr-Routinier Zeiger hatte seine gesamten 1,94 Meter bemüht, um dem Gegenüber das Leder buchstäblich vor der Nase wegzuspitzeln. Einen Unterschied machte der Platzverweis angesichts des 4:0-Rückstands nicht, von den Fans wurde Zeiger sogar gefeiert.
Zwar kam der RWE schon mit einem Gegentor aus der Kabine, aber nach der Aufholjagd gegen den Aufsteiger Bonner SC traute man der Elf zu, die Partie noch zu drehen. Denkste! In der 51. Minute setzt Viktoria zum Konter an, vom frisch eingewechselten Fatih Candan landet die Kugel über rechts bei Lukas Nottbeck, der zum 2:0 einschiebt. Nur zwei Zeigerumdrehungen später findet Tim Golley David Jansen, der das 3:0 per Kopf macht. Die Entstehung des 4:0 in der 73. Minute schließlich ist symptomatisch: Hüben trifft Vojno Jesic nur den Pfosten, drüben netzt Golley ein. „Es gibt Spiele, die laufen so“, seufzt Sven Demandt, Chefcoach von Rot-Weiss Essen. „Beim zweiten und dritten Tor haben wir nicht gut verteidigt.“

Nicht durchdrehen

Nur Lob hat der RWE-Coach für den Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit: Schon in der 4. und 5. Minute hebelt Rot-Weiss die gesamte Abwehr der Viktoria mit klugen Pässen aus, einmal steht Dennis Malura im Abseits, das andere Mal hält ein Schwarzer das Bein dazwischen. In Führung gehen trotzdem die Kölner durch eine direkt verwandelte Ecke von Kevin Holzweiler in der 12. Minute. Bis dahin bloß eine Randnotiz, die rot-weisse Offensivmaschinerie arbeitet einfach weiter, erspielt sich Chance um Chance. Allein vor Viktoria-Keeper stehen sowohl Gino Windmüller (17.) wie auch Patrick Huckle (30.), Marcel Platzek trifft Aluminium (13.). Vorwerfen kann man Rot-Weiss Essen an diesem Samstag wenig, von den Fans in der Westkurve gibt's deshalb trotz der Klatsche Applaus.
„Vorher sind wir nicht durchgedreht, jetzt werden wir nicht durchdrehen“, beschwichtigt auch Chefcoach Demandt. Von Rang zwei geht's auf Platz sieben, Tabellenführer ist Borussia Dortmund mit zehn Zählern. Das Programm der kommenden Wochen wird nicht leichter: Nächsten Samstag, 20. August, kommt Arminia Bielefeld im DFB-Pokal an die Hafenstraße. Im Niederrheinpokal geht's am Mittwoch, 24. August, auswärts gegen den TuS Grevenbroich und Samstag, 27. August, ist mit Borussia Mönchengladbach der nächste Hochkaräter zu Gast an der Hafenstraße.
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