Borbecker Schwergewicht bereitet sich auf ersten Profikampf im Recover Fight-Club vor

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Die Liste seiner sportlichen Erfolge ist lang. Als Kraftsportler hat es der Borbecker Patrick Korte weit gebracht. Bei den Junioren durfte er sich als deutscher Vizemeister feiern lassen. Doch seine große Liebe gehört seit jeher dem Boxen. Im Alter von 31 will es Korte jetzt noch einmal wissen, bereitet sich auf seinen ersten Profikampf vor. Der Termin steht: am 15. Mai wird geboxt. Im Recover Fight-Club an der Max-Keith-Straße 66.

Für Patrick Korte ein besonderer Tag und ein besonderer Kampf. „Denn im Alter von 31 den Weg zum Profiboxer einzuschlagen, ist ja nicht unbedingt alltäglich.“
„Aber durchaus machbar“, findet Sebastian Tlatlik. „In seiner Gewichtsklasse hat er noch bestimmt fünf, sechs gute Jahre vor sich.“ Der Super Federgewichtler hat selbst eine erfolgreiche Boxkarriere hinter sich, kennt die Szene und hat mit Jan Kulik breits einen Nachwuchsboxer sportlich weit nach vorne gebracht. „Zur Europameisterschaft“, so Tlatlik.

Ziel ist der nationale Titel im Schwergewicht

Mit Patrick Korte hat er andere Pläne. Der nationale Titel im Schwergewicht ist das große Ziel der beiden. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. „Doch Patrick hat Potenzial und durch seine langjährige Erfahrung im Kampfsport auch große Disziplin“, lobt der Coach. Die Zusammenarbeit der beiden ist noch jung. „Wir kennen uns aber schon lange, haben bereits vor zehn Jahren im Leistungsstützpunkt in Stoppenberg zusammen trainiert.“ Zwischenzeitlich haben sich die zwei aus den Augen verloren. Tlatlik war weiterhin als Boxer aktiv, hat mehrere Jahre in der Bundesliga geboxt.

Passende Gegner zu finden ist schwierig

Patrick Korte hat die Boxhandschuhe an den Nagel gehängt, sich auf den Kraftsport konzentriert. „Zwangläufig“, erklärt er. „Denn im Amateurbereich ist es unglaublich schwierig, als Schwergewichtler passende Gegner zu finden.“ Die Rahmenbedinungen sind ungünstig, doch die Liebe zum Boxsport war größer. Die Entscheidung für ein Profi-Dasein die logische Konsequenz. „Mit Sebastian Tlatlik habe ich jemanden gefunden, der mich langsam aufbaut, der weiß, welche Ziele realistisch sind und wie wir sie gemeinsam erreichen können.“

"Sonntags ist ein besonderer Tag für mich"

Trotz so unterschiedlicher Gewichtsklassen, die Chemie zwischen den beiden stimmt. „Das muss auch so sein, denn schließlich verbringen wir eine Menge Zeit miteinander.“ Trainiert wird an sechs Tagen die Woche. „Nur sonntags habe ich frei“, berichtet Patrick Korte. Nicht nur das macht den Tag für ihn Woche für Woche zu einem besonderen. „Sonntags lasse ich auch in Punkto Essen mal fünfe gerade sein.“ An allen anderen Tagen ist der Borbecker, der drei Nächte die Woche als Türsteher im Einsatz ist, diszipliniert bei der Sache. Das bedeutet im Klartext: morgens um 9 Uhr geht er laufen, anschließend steht Krafttraining auf dem Programm. „Und am späten Mittag treffe ich mich meist mit meinem Trainer im Gym.“ Dann geht es um Technik und Taktik, aber auch Kondition ist immer ein Thema.

Vorbereitung auf Kampfdebut

„Die Intervalle werden intensiver, je näher es auf den Kampftermin zugeht“, verrät Sebastian Tlatlik seinem Schützling. Für Patrick Korte kein Problem. Er brennt fürs Boxen und sein Debüt als Profi. Noch steht nicht fest, gegen wen der 1.89 Meter große und 110 Kilogramm schwere Hüne antreten wird. „Doch die Szene im Schwergewicht ist groß“, weiß Sebstian Tlatlik. „Es gibt eine Menge guter Boxer“. Ehe sein Schützling so weit sein wird, in den Kampf um den nationalen Titel eingreifen zu können, werden noch Monate oder Jahre ins Land gehen. „Man braucht eine bestimmte Anzahl gewonnener Kämpfe und eine positive Kampfbilanz“, weiß Sebastian Tlatlik.
Jetzt ist erst einmal alles auf den Kampf am15. Mai fokussiert. Einlass im Recover Fight-Club ist ab 18 Uhr, sein Profidebut gibt Patrick Korte um 19 Uhr.
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