Daniel Acosta Florido: Ein bärenstarker Typ

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So sieht sie aus, die Medaille, die Daniel Acosta Florido als Powerlifting Weltmeister ausweist. (Foto: Winkler)
 
Auch zu Hause „trainiert“ Daniel fleißig. Mangels Equipment wird kurzerhand Mama Remedios „gestemmt“. (Foto: Winkler)

Die Portionen, die er verputzt, sind beeindruckend. Steak und Schnitzel stehen in großen Mengen auf seinem Speiseplan. Hinzu kommen Reis und Nudeln. Figurprobleme hat der Borbecker Daniel Acosta Florido allerdings nicht. Der 20-Jährige strotzt nur so vor Muskelkraft. Als Weltmeister im Powerlifting ist das Grundvoraussetzung für den sportlichen Erfolg.

Viermal die Woche stehen zwei bis drei Stunden Training auf dem Programm des gelernten Zerspanungsmechanikers. Lohn für diesen Einsatz: Im November vergangenen Jahres holte sich der Borbecker in Las Vegas den Weltmeistertitel im Powerlifting. „In der Junioren-Klasse bis 125 Kilogramm“, ergänzt Daniel Acosta Florido.

Feuer gefangen für den Kraftdreikampf

Seit knapp fünf Jahren betreibt der 1.73 Meter große Borbecker Kraftsport. „Angefangen hat alles mit Bodybuilding.“ In einem Forum ist er auf Powerlifting gestoßen, hat bei einem Wettkampf in Duisburg dann endgültig Feuer gefangen für den Kraftdreikampf.
„Meine Eltern waren zu Anfang nicht begeistert“, räumt Daniel Acosta Florido ein. „Sie hatten Bedenken, dass der Sport zu sehr auf die Knochen geht, es nicht gesund ist, so große Lasten zu bewältigen.“ Und was der Borbecker da so zu leisten vermag, ist durchaus beeindruckend. 712,5 Kilogramm Gesamtleistung brachten ihm in Vegas den Titel ein. „Powerlifting ähnelt dem Gewichtheben. Wir messen uns in den Disziplinen Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben. Die drei besten Versuche werden zum Gesamtergebnis zusammengezählt.“

Weltmeisterschaft in Prag

Aktuell trainiert Daniel mit einer Powerlifting-Gruppe im KSV Gewichtheber Verein Essen. Dort bereitet er sich intensiv auf die anstehenden sportlichen Herausforderungen vor.
Am 31. Oktober möchte Daniel seinen Weltmeistertitel in Prag verteidigen. „Dann sollen es aber schon 800 Kilo Gesamtleistung sein, die ich zustande bringe“, berichtet der 20-jährige Schwerathlet von seinen Zielen.
In der Wettkampf-Halle möchte dann die gesamte Familie Daniel die Daumen drücken. „Nach Las Vegas konnte mich leider nur mein Vater begleiten.“ Übers Internet verfolgten der Rest der Familie und Freunde das Wettkampfgeschehen. „Den ganzen Tag und die halbe Nacht hockten wir vor dem PC“, erinnert sich Mutter Remedios. „Es wusste ja niemand, wann genau Daniel an der Reihe ist.“
In Borbeck und an seiner Arbeitsstätte in Duisburg, den Hüttenwerken Krupp Mannesmann, wurde der frischgebackene Champion nach seinem Triumph feierlich willkommen geheißen. „Überall hingen Plakate, sogar in der Mitarbeiterzeitung stand ein großer Artikel über mich.“

Heben für Leben

Vor 14 Tagen zeigte Daniel in Mainz, was er so alles bewegt bekommt. „Heben für Leben war der Charity-Event überschrieben“, erzählt er. Jedes Kilo, was die schweren Jungs dort wuchten, wurde in Euro umgelegt und kommt dem Kampf gegen den Krebs zu Gute.
Am 20. und 21. September können alle Powerlifting-Interessierten in Borbeck den Sport und seine Akteure live erleben. Ab 14 Uhr dreht sich in der Sporthalle Bochold an der Friedrich-Lange-Straße 15 dann zwei Tage lang alles um Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben. Mit dabei ist dann auch der amtierende Weltmeister aus Borbeck, der gerne die Werbetrommel für seinen Sport rührt. „Anders als in den USA oder Russland hat Powerlifting bei uns noch keinen so hohen Stellenwert. Das möchten wir gerne ändern.“ Und noch eines wünscht sich der bärenstarke Borbecker, derin diesem Jahr auch bei der Sportlerehrung Essen ausgezeichnet wurde. „Einen Sponsor. Das würde vieles einfacher machen.“
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