Doppelter Doppelpack: RWE besiegt FC Köln II mit 5:2

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Einer der zwei Doppeltorschützen gegen die Geißböcke: Roussel Ngankam. Foto: Gohl
 

„Fünf Tore haben wir selten gemacht“, freut sich Sven Demandt, Chefcoach von Rot-Weiss Essen, nach der heutigen Partie gegen die Zweitvertretung des 1. FC Köln. Zwar stand das Spiel nach dem zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich auf der Kippe, aber zwei Ecken von Kevin Grund brachten den RWE wieder in die Spur.

Vor der Partie sah es für die Essener nicht unbedingt rosig aus: Neben den Langzeitverletzten drohten jetzt auch Tolga Cokkosan, Frank Löning, Kasim Rabihic und Kamil Bednarski auszufallen. Gleichzeitig beordert Köln gerne Spieler aus der ersten Mannschaft in seine U21. Der 3,8 Millionen Euro schwere Sehrou Guirassy beispielsweise entschied das Lokalderby gegen die Viktoria quasi im Alleingang. Aber: alles gut! Sowohl Bednarski wie auch Rabihic standen in der Startformation, aus der Bundesliga-Elf hatte Köln nur Marcel Hartel und Lukas Klünter aufgestellt. Ein Zuschauermagnet war der Kick im Niemandsland der Tabelle trotzdem nicht, nur 5.737 Fußballfans säumten die Ränge des Stadion Essen – Dauerkarteninhaber wie gehabt inklusive.
Dabei konnte sich das Duell durchaus sehen lassen: Beide Mannschaften geben von Anfang an richtig Gas, mit einem Lattentreffer von Roman Prokoph in der 14. Minute zeigt Köln sein Können. Die Führung geht aber an die Gastgeber, die immer besser ins Spiel kommen. Dennis Malura wechselt in der 26. Minute mit seiner Flanke die Seite, Bednarksi gewinnt links den Zweikampf und Roussel Ngankam netzt in der Mitte zum 1:0 ein. „Irgendwie sind wir uns zu sicher, den Gegner im Griff zu haben“, kritisiert Stefan Emmerling, Trainer der Kölner Reserve, seine Elf. „Das wird bestraft in dieser Liga.“

Ecke Kevin Grund

Sogar doppelt! Schon nach dem Pausentee, in der 59. Minute, zaubert Rabihic einen Traumpass in den freien Raum. Ngankam holt die Pille dort ab, lässt auf dem Weg Richtung Tor gleich zwei Kölner aussteigen und erhöht trotz des spitzen Winkels mit seinem strammen Schuss auf 2:0. Danach ist aber erstmal Schluss mit Glanz und Glorie, die Geißböcke belagern den rot-weissen Strafraum. Folgerichtig fällt in der 67. der Anschlusstreffer: Die RWE-Defensive schwimmt und Anas Ouahim bringt ihn dann irgendwie zum 2:1 über die Linie. Und schon droht wieder der Super-GAU. Rabihic stellt dem enteilenden Roman Zengin im Strafraum das Bein, nach dem Pfiff steht Prokoph am Punkt: „Wir kriegen zu viele Elfmeter gegen uns“, stöhnt Demandt und starrt auf den Boden, während der Kapitän der Kölner zum Ausgleich einschiebt. Wieder nix? Heute doch! Ecke Kevin Grund in der 72. Minute, der Ball segelt an allen Akteuren vorbei und Philipp Zeiger schiebt mit der Fußspitze zum 3:2 ein. Ecke Kevin Grund in der 87. Minute, der Ball segelt an allen Akteuren vorbei und Marcel Platzek köpft ihn zum 4:2 ins lange Eck. Das I-Tüpfelchen setzt wieder Platzek in der Nachspielzeit, nachdem er alleine auf FC-Schlussmann Matthias Hamrol zuläuft und ihn leger links ins Netz schlenzt.
„Insgesamt war Essen die bessere Mannschaft“, findet Köln-Coach Emmerling. Ganz zufrieden ist Sven Demandt aber nicht, gerade die schlechte Phase nach der 2:0-Führung stößt ihm sauer auf: „Da dachte man: eigentlich kann jetzt nicht mehr viel passieren.“ Nicht viel passieren sollte den Essenern auch in der kommenden Woche. In Siegen sind sie am Freitag, 21. Oktober, zu Gast beim Tabellenletzten. Danach ist die SG Wattenscheid an der Hafenstraße.
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