Frauen-Fußball: SGS auf der Siegesstraße

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Für unzufriedene Blicke gibt es für SGS-Trainer Markus Högner derzeit keinen Anlass. Archiv-Foto: Gohl

Nach dem deutlichen Sieg gegen Werder Bremen am vergangenen Wochenende, demonstrierte die SGS Essen auch unter der Woche ihre Offensiv-Qualitäten bei Aufsteiger Herford. Gleich fünf Mal ließ das Team von Trainer Markus Högner die eigenen Fans jubeln.

Schon vor dem Anpfiff der Partie gegen Herford gab es gute Nachrichten für die SGS, denn der Aufsteiger musste am vergangenen Mittwoch ohne seine Top-Torjägerin gegen die Gäste aus Essen antreten. „Mein Kollege war etwas angefressen, weil seine Top-Stürmerin McDonald gesperrt war, weil sie zwei Verträge unterschrieben hat, aber eine Mannschaft besteht ja nicht nur aus einer Spielerin“, erklärt SGS-Trainer Markus Högner, und doch schien dem Herforder SV die offensive Schlagkraft ohne McDonald gänzlich abhandengekommen zu sein. Ganz im Gegenteil zur SGS, die schon in den ersten Minuten zwei Großchancen auf der Habenseite verbuchen konnte.

Doppelschlag in der ersten Hälfte


Nur wenig später wäre der SGS ihr Sturmlauf jedoch fast zum Verhängnis geworden, denn Herford lauerte auf Konter und hätte auch beinahe die Führung erzielt. „In dieser Situation hatten wir ein bisschen Glück“, weiß auch SGS-Coach Markus Högner, dessen Team danach jedoch sehr schnell für klare Verhältnisse sorgte. Der Doppelschlag von Doorsoun und Meißner in der 29. und 32. Minute sorgte schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse.
Und auch in der zweiten Hälfte dominierte die SGS klar und setzte mit Toren im Zehn-Minuten-Takt ab der 60. Spielminute der sehr guten Leistung noch die Krone auf.

„Wir haben uns gegen Herford keine Blöße gegeben“, befand Högner entsprechen zufrieden und ergänzte. „Potsdam hat in Herford mit 4:0 gewonnen und wir jetzt 5:0, insofern ist das eine klare Aussage. Natürlich muss man sagen, dass in den gefährlichen Situationen, in denen Herford zwei, dreimal eine Chance hatte, wir Glück hatten. Aber wenn man die 90. Minuten betrachtet, hatte Herford mehr Glück, dass sie sich keine acht oder neun Tore gefangen haben. Insgesamt waren wir die bessere Mannschaft, von der Spielanlage her und auch von der Fitness nach hinten raus, das war schon eine Hausnummer“, so Högner.
Mit dem Sieg hat sein Team jetzt schon neun Punkte auf dem Liga-Konto und im DFB-Pokal ist man ebenfalls eine Runde weiter, eine Bilanz die sich sehen lassen kann.

Gute Bilanz aus den letzten fünf Spielen


„Insgesamt können wir mit den letzten fünf Spielen zufrieden sein. Die Spiele, die wir gewinnen müssen, haben wir gewonnen. Ich habe immer gesagt, wir müssen eine Siegermentalität entwickeln, diese Spiele klar dominieren und wenn man die Spiele betrachtet, glaube ich, dass wir da eine Schritt weiter gekommen sind. Wir sind eine eingespielte Gemeinschaft, die Spielerinnen die jetzt dazu gekommen sind, sind eine absolute Verstärkung und passen perfekt in unser System. Das sieht man auch daran, dass wenn man eine neue Spielerin von der Bank bringt, sie auf einem genauso hohen Level spielt wie die anderen und dann auch noch neuen Schwung mit hinein bringt“, erklärt SGS-Trainer Markus Högner das Geheimnis des derzeitigen Erfolgs.

Leverkusen kommt nach Essen


An die guten Leistungen, die man in den letzten zwei Partien gebracht hat, will man an der Ardelhütte natürlich auch im kommenden Heimspiel gegen Leverkusen anknüpfen. Nicht nur um weitere drei Punkte einzufahren, sondern auch um Wiedergutmachung zu leisten. „Wir wollen gegen Leverkusen nachlegen und dem Publikum zu Hause wieder einen Sieg schenken. Gut, gegen Turbine Potsdam kann man verlieren, aber gegen Jena haben wir einfach eine schlechte Leistung gebracht und ich glaube, dass die Mannschaft sich anders präsentieren kann und jetzt ganz anders auftritt“, erklärt Markus Högner.
Doch könnte diese Wiedergutmachung gerade gegen Leverkusen ein schwieriges Unterfangen werden, wie die Erfahrung zeigt. „Gegen Leverkusen hatten wir nie die unbedingt prickelnden Spiele. Die sind immer sehr eng, denn Leverkusen ist eine technisch und fußballerisch sehr gute Mannschaft mit tollen Spielerinnen. Denen fehlt bisher nur die Konstanz. Aber das ist in jedem Fall eine Partie wo wir aufpassen müssen. Ich hoffe, dass wir einfach ein gutes Spiel machen, damit wir dem Publikum was bieten und es entschädigen für die letztmalige schlechte Leistung“, so Högner.

Anstoß im Stadion Essen ist am Sonntag, 5. Oktober, um 14 Uhr.

Von Michael Hügens
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