GVE und Rot-Weiss Essen verständigen sich auf neue Vertragsmodalitäten

Anzeige
Der Streit um die Pachthöhe des RWE-Stadions wurde geschlichtet. (Foto: bilderpower vision)

Die Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH (GVE) und der Verein Rot-Weiss Essen haben sich auf neue Vertragsmodalitäten verständigt. Aufgrund von Erlösrückgängen bei Rot-Weiss Essen reduzierte sich zuletzt auch die Pachthöhe gemäß des gültigen Vertrags. Das hatte natürlich auch betriebswirtschaftliche Auswirkungen auf die städtische Tochter.

Darüber hinaus herrschten zwischen beiden Parteien hinsichtlich der Vermarktungsrechte unterschiedliche Rechtsauffassungen. In einem Schlichtungsgespräch unter Leitung von Oberbürgermeister Thomas Kufen wurden nun neue Vereinbarungen für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen RWE und GVE formuliert, die eine Festpacht sowie eine Klärung der Vermarktungsrechte enthält. Natürlich muss das Ganze noch durch den Rat und auch beide Aufsichtsräte müssen noch prüfen, doch der Vertrag soll bis zum 30. Juni 2026 verlängert werden. Rot-Weiss verpflichtet sich darin zu einer jährlichen Festpacht in Höhe von 175.000 Euro an die GVE. Bisher waren Pachtzahlungen vereinbart, die variabel anhand der Umsätze des Vereins bestimmt wurden. Mit Ablauf der Vertragslaufzeit gehen die bislang streitigen Vermarktungsrechte wieder an den Verein.

"Die nun vorliegende Vereinbarung ist aus unserer Sicht eine gute Lösung"

Darüber hinaus haben sich alle Beteiligten in dem Gespräch auch auf Leistungen für die 3. beziehungsweise 2. Bundesliga verständigt. Im Fall eines Aufstiegs in die 3. Liga beträgt die Pacht 550.000 Euro. Schafft der Verein den Aufstieg in die 2. Bundesliga würden 1.100.000 Euro Pacht fällig. Zusätzlich zahlt der Verein in jeder Liga abhängig von einer definierten Durchschnittszuschauerzahl einen Betrag von mindestens einem Euro pro Zuschauer. Diese Regelung gilt ab sofort.
"Wir haben in den letzten Wochen und Monaten intensive Gespräche über die Neuregelung unseres Miteinanders geführt", so Rot-Weiss Essen Vorstand Michael Welling. "Die nun vorliegende Vereinbarung ist aus unserer Sicht eine gute Lösung für alle Beteiligten. Wir sind uns bewusst, dass wir als Rot-Weiss Essen einen Beitrag für die Stadt und hier insbesondere den Stadionbetrieb leisten müssen." Vor der finalen Unterschrift müssen noch alle Aufsichtsgremien zustimmen. Und der Verein muss einige Hausaufgaben erledigen, um die finanziellen Mehrbelastungen auch nachhaltig schultern zu können.

Das Ergebnis der Verhandlung stimmt auch Oberbürgermeister Kufen froh

"Die neue Vereinbarung ist, um im Fußballjargon zu sprechen, kein wirtschaftlicher Knaller aber insbesondere ein Fortschritt zur Vertragsklarheit und wirtschaftlichen Planbarkeit des Betriebs im Stadion Essen", so der Geschäftsführer der GVE, Dirk Miklikowski. Auch Oberbürgermeister Kufen ist froh über den nun eingeschlagenen Weg. "Mit den Vereinbarungen wird den Interessen der Stadt und des Vereins gleichermaßen entsprochen", so der OB, alle Seiten müssten zufrieden sein. Das Ergebnis ermögliche RWE und auch GVE die gewünschte Planungssicherheit. Streit um die Pachthöhe des RWE-Stadions geschlichtet. Das Ergebnis stimmt auch Oberbürgermeister Kufen froh.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.