Rot-Weiss muss dritten Dreier gegen Schlusslicht Siegen erzwingen

Da können die Siegener nur zugucken: Kamil Badnarski drehte das Spiel mit seinem Siegtreffer zum 2:1. Fotos: Gohl
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  • Da können die Siegener nur zugucken: Kamil Badnarski drehte das Spiel mit seinem Siegtreffer zum 2:1. Fotos: Gohl
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Gegen die Sportfreunde Siegen wollte RWE-Trainer Sven Demandt erstmals in dieser Saison drei Siege in Folge einfahren. Doch aus einem gemütlichen Samstagnachmittag gegen das Schlusslicht wurde nichts, die 6.347 Zuschauer an der Hafenstraße mussten lange zittern, bis die drei Punkte für die Gastgeber perfekt waren. Nach der Siegener Führung durch Jost (37.) dreht RWE das Spiel erst in Hälfte zwei durch Tore von Zeiger (70.) und Bednarski (75.).

Die Partie braucht nicht lange, um in Fahrt zu kommen. In der fünften Spielminute scheitert Benjamin Baier im Duell an Sportfreunde-Schlussmann Thies, keine zwei Zeigerumdrehungen später lenkt der Siegener Torwart einen Schuss von Startelf-Rückkehrer Rahibic an den rechten Pfosten. Kurz darauf spielt Bednarski einen feinen Doppelpass mit Kapitän Baier, dessen Schuss knapp am Tor vorbeigeht. Rot-Weiss Essen ist optisch überlegen und erarbeitet sich weitere aussichtsreiche Abschlüsse über den agilen Baier (12.) von der Strafraumkante und Philipp Zeiger (14.) per Kopf. Danach verflacht das Match, auch Siegen kommt wegen der laschen Abwehrbemühungen der Roten gelegentlich zu Möglichkeiten: „Es gab ein, zwei Situationen, da wurde der Gegner gefährlich und wir waren ein bisschen: Ach, da passiert schon nichts“, kritisiert der rot-weisse Linienchef das Spiel seiner Mannschaft gegen den Ball. Die Folge: In der 37. Minute steht Sportfreund Björn Jost frei vor RWE-Schlussmann Robin Heller und schiebt zur 1:0-Gästeführung ein.

Vollrotation

Sven Demandt hat genug gesehen: „Ich habe nach der Halbzeit früh gewechselt und für meine Verhältnisse viel umgestellt. Ich hatte das Gefühl, wir mussten es erzwingen.“ Kurz nach dem Wechsel kommt Jan-Steffen Meier für Tolga Cokkosan, Gino Windmüller orientiert sich in die Offensive. Rot-Weiss baut danach wieder mehr Druck auf, ohne wirklich zwingend zu werden. Die Umstellung macht sich in der 70. Spielminute doch bezahlt, als Windmüller eine Ecke von Nico Lucas verlängert und der lange Zeiger am zweiten Pfosten goldrichtig steht und einnickt. Die Essener bleiben dran: Nach einer Flanke von Kasim Rabihic steht Kamil Bednarski blank (75.) und versenkt den Ball im Siegener Gehäuse. Danach lassen die Essener das Spiel auslaufen.
Der dritte Sieg bedeutet für die Rot-Weissen Tabellenrang fünf, gleichzeitig konnte der Abstand auf Rot-Weiß Oberhausen verkürzt werden. Die Oberhausener ebneten mit einer 1:5-Niederlage gegen Viktoria den offiziellen Gewinn der Meisterschaft 2016/2017 für die Kölner. Am nächsten Freitag, 5. Mai, gastiert RWE dann ab 19.30 Uhr im Wattenscheider Lohrheidestadion. Die Sportgemeinschaft ist mit einer Partie und drei Zählern weniger direkt auf Tuchfühlung. Bei einem Familienspieltag am 13. Mai gegen die Oberhausener tritt Rot-Weiss Essen dann zum letzten Mal in dieser Regionalliga-Saison auf heimischem Geläuf an.

Autor:

Alexander Müller aus Essen-Borbeck

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