RWE mit 2:0-Arbeitssieg gegen SC Verl

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Mausert sich mehr und mehr zum Leistungsträger: Torschütze Kasim Rabihic. Archivfoto: Gohl

Am gestrigen Freitagabend konnte sich Rot-Weiss Essen vor heimischer Kulisse endlich wieder drei Punkte erkämpfen. Dosenöffner in der mühsamen Partie gegen den SC Verl war ein direkt verwandelter Freistoß vom überragenden Kasim Rabihic. Die Schwierigkeiten mit dem Sportklub hinterlassen einen faden Beigeschmack: Die nächsten Liga-Gegner sind Aachen und Dortmund.

Die Durststrecke von vier Niederlagen in Folge beendete der RWE bereits am vergangenen Wochenende mit einem 3:0-Sieg gegen Rot Weiss Ahlen, jetzt sollten an der Hafenstraße drei Punkte her: „Selbstverständlich ist es unser Ziel, heute vor eigenem Publikum nachzulegen“, bestätigt Sven Demandt, Cheftrainer von Rot-Weiss Essen. Aus dem vollen schöpfen konnte Demandt nicht, Mannschaftskapitän Benjamin Baier und Jan Steffen Maier saßen noch ihre roten Karten vom Katastrophenspiel gegen Rödinghausen ab. Dafür nahm der lange verletzte Hoffnungsträger Kamil Bednarski zum ersten Mal in dieser Saison auf der Bank Platz: Ein Kurzeinsatz war möglich!

Durch Verl und Essen

Schon nach fünf Minuten gibt's die erste Schrecksekunde für die 6.773 Zuschauer: In der Not spielt Timo Brauer einen Fehlpass auf Patrick Choroba, der Haralambos Makridis in Szene setzt. Der Ball ist etwas zu lang und RWE-Keeper Niclas Heimann kann klären. Nur zwei Zeigerumdrehungen später hat dann Rot-Weiss die dickste Gelegenheit der ersten Hälfte: Nach kurzer Ecke von Tolga Cokkosan lupft Kasim Rabihic die Kugel in den Verl-Strafraum, wo Marcel Platzek einnickt. Man sieht ihn schon im Netz zappeln, aber ein Schwarzer klärt noch auf der Linie! Sorge angesichts der aktuellen Personalsituation bereitet die Auswechslung des verletzten Frank Löning in der 30. Minute, für ihn kommt Vojno Jesic. Spielerisch gibt's wenig lichte Moment, insgesamt ist Rot-Weiss zu hektisch und tut sich im Aufbau schwer. „Ich habe den Jungs zur Halbzeit gesagt, dass wir nicht die Nerven verlieren dürfen“, verrät RWE-Chefcoach Demandt.
Bevor die Worte des Trainers ihre Wirkung erzielen, ist erst wieder Verl am Zug: Fünf Minuten nach Wiederanpfiff nagelt Viktor Maier seinen Distanzschuss an die Latte. Das Spiel geht nur in eine Richtung, trotzdem scheint der heißersehnte Tor nicht in der Luft zu liegen. In der 70. Minute tritt Kasim Rabihic zum Freistoß an – und trifft! „Der geht durch Verl und Essen durch und keiner hält ein Bein hin“, staunt SC-Trainer Andreas Golombek. „Es ist mehr als verdient, dass Kasim das Tor macht“, freut sich Demandt. Jetzt hat RWE den Platz zum Kontern: Kurz vor Schluss marschiert Cokkosan auf links, findet in der Mitte den bis dahin blassen Jesic, der erst verzögert, nach innen zieht und dann auf 2:0 erhöht.

Keine leichten Aufgaben

„Wenn wir in Führung sind, sind wir schwer zu schlagen“, freut sich Sven Demandt über die drei Punkte. Auch Golombek kann mit dem Ergebnis leben: „Ich glaube, das geht in Ordnung!“ Durch den Sieg klettert Rot-Weiss in der Tabelle für den Moment auf Rang sechs. Kein Zuckerschlecken werden aber die nächsten beiden Partien in der Regionalliga: Am nächsten Samstag, 24. September, steht das Traditionsduell gegen Alemannia Aachen an, die Woche darauf gastiert Tabellenführer Borussia Dortmund II an der Hafenstraße. Soll es dann weiter nach oben gehen, wird die Mannschaft gegen diese Gegner noch eine Schippe drauflegen müssen.
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