RWE: „Phantom“ Platzek sichert 1:0-Heimsieg gegen Schalke II

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Wie ein Phantom einfach da: RWE-Goalgetter Marcel Platzek (li.).^Fotos: Debus-Gohl

Es hat ein Weilchen gedauert! Im heutigen Regionalliga-Spiel gegen die Reserve von Schalke 04 konnte Rot-Weiss Essen endlich den ersten Heimsieg des Jahres einfahren. Die Gelsenkirchener waren über weite Strecken die bestimmende Mannschaft, aber die erneut unterirdische Leistung seiner Elf in Hälfte eins ist RWE-Chefcoach Sven Demandt dann auch „scheißegal“.

Die Schalker sind mitten im Abstiegskampf, für Rot-Weiss Essen geht es nicht einmal mehr um die goldene Ananas. Die Dominanz der S04-Reserve überrascht trotzdem: Allein der quirlige Joseph Boyamba generiert auf links mehrere gute Gelegenheiten (8. und 34.), in der 24. Minute lässt sich RWE-Keeper Robin Heller beim Abstoß sogar von Rogier Krohne das Leder vom Fuß spitzeln. Die nächste Szene dürfte allen 6.257 Zuschauern auf ewig ein Rätsel bleiben. Der bis dahin grundsolide Idrissa Toure hat einen Totalaussetzer, feuert völlig unbedrängt Richtung eigener Kasten und zwingt seinen verdutzten Schlussmann Sascha Algermissen zu einer Glanzparade. Den anschließenden indirekten Freistoß semmelt Kamil Bednarski lustlos in die blau-weiße Mauer (28.). Für die katastrophale erste Hälfte gibt‘s – nicht zum ersten Mal! – in der Kabine einen Einlauf: „Man denkt immer, ich bin ruhig“, berichtet Sven Demandt, Chefcoach von Rot-Weiss Essen, „ich war in der Halbzeitpause so laut wie selten.“

Ungerechtes Ergebnis

Ein bisschen hilft‘s, die erste Strafraumszene geht aber wieder an die Gäste. Feiern können in der 62. Minute die Essener: Der zur Pause eingewechselte Dennis Malura bringt das Leder von rechts in den 16er, mit vereinten Kräften befördern Roussel Ngankam und Marcel Platzek die Kugel in den Kasten. „Wir sind einmal unaufmerksam und Platzek macht das Tor“, knirscht Onur Cinel, Trainer der Schalker Reserve, mit den Zähnen. „Das ist seine Stärke, dass er wie ein Phantom da ist!“ Wie ein Phantom da, wie ein Phantom weg. Schalke kommt noch zu einer halben Chance, Rot-Weiss meldet sich wieder vom Spiel ab. Nach 95 Minuten ist dann endlich Schluss.
„Ein sehr, sehr ungerechtes Ergebnis“, resümiert der geknickte Schalke-Coach Cinel. Das sieht RWE-Trainer Demandt nicht anders, nur kann er mit dem Ergebnis heute gut leben: „Wir haben schon besseren Fußball gespielt, aber das ist mir gerade ehrlich gesagt scheißegal. Frohe Ostern!“
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Bodo Kannacher aus Essen-Süd | 14.04.2017 | 03:08  
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