Schützen des ESV sind seit 1390 am Start - Essens ältester Verein wird 625 Jahre alt

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Ein Bild vom Schützenfest 1955 in der Essener City. (Foto: privat)
 
Der aufstieg in die Bundesliga und der Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft im Luftpistolenschießen im Jahr 1997 gehören bis heute zu den größten sportlichen Erfolgen. (Foto: privat)

244 erhält Essen die Stadtrechte, knapp 150 Jahre später, im Jahr 1390, gründet sich in der jungen Stadt ein Schützenverein. Als „Essener Schützenverein 1390“ ist er in die Annalen des Schützenwesens eingegangen und bis heute sportlich aktiv. In diesem Jahr feiert der Traditionsverein sein 625-jähriges Bestehen.

Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist eine große Gala. Die feiern die rund 100 Vereinsmitglieder am Samstag, 19. September, im Hotel Bredeney an der Theodor-Althoff-Straße. NRW-Justizminister Thomas Kutschaty wird dem ältesten Verein der Stadt an diesem Abend die „Ehrenplakette des Landes Nordrhein-Westfalen“ in Anerkennung des besonderen Engagements verleihen.

Galaabend mit Samba und Ruhrpott-Humor

Auf die Galabesucher wartet ein Abend voller Show und Glamour. Mit dabei sind die Samba Gruppe „Fiesta Brasil“, Ruuds Comedy- und LED-Show, Ruhrpott-Original „Der durchgeknallte Ackermann“ und Dieter Sprengers Dancing Sound. Noch sind einige Restkarten für den Abend erhältlich. Reservierung bis zum 11. September unter mail@esv1390.de oder per Tel. 0175/3548210.

Wechselvolle Geschichte - Sportverein mit Tradition

In den 625 Jahren seines Bestehens hat der Essener Schützenverein, der seinen Sitz in Borbeck am Leimgardsfeld / Stollbergstraße hat, eine wechselvolle Geschichte erlebt. Der ESV hat sich zu einem „Sportverein mit Tradition“ gewandelt. Sichtbares Zeichen dafür: Nach dem Jubiläumsjahr wird es wohl kein Königspaar geben. Als letzter Regent der Vereinsgeschichte ist Kaiser Werner (Dreesen) verzeichnet. Er holte 2012 nach 1994 und 2008 zum dritten Mal den Vogel von der Stange, regierte an der Seite seiner - inzwischen verstorbenen - Ehefrau Elke.

Uniformen und Ehrenzeichen abgelegt

Schon einmal hat der Verein in Sachen Tradition einen klaren Schnitt gemacht. 1967 wurden in den Reihen des Essener Schützenvereins die militärischen Uniformen und Ehrenzeichen abgelegt. „Ein früher Schritt, den wir nie bereut haben“, so der 1. Vorsitzende Werner Fischer.
Zwar sei man bei anderen Vereinen in eine „Außenseiterrolle“ gerutscht. „Doch die Ausrichtung auf die jeweilige Zeit ist unumgänglich. Dabei gilt es nicht, Tradition teilweise oder ganz und gar über Bord zu werfen.“ Aber der Verein müsse den Spagat hinkriegen, die langjährigen passiven Mitglieder zu erhalten und gleichzeitig die Jugend weiter für den Schießsport zu begeistern.
„Damit können wir sicherstellen, dass der ESV 1390 auch sein 650-jähriges Vereinsbestehen wird feiern können.“

Bundesliga-Aufstieg und Vizemeisterschaft

Sportlich kann der Essener Schützenverein auf viele Erfolge zurückblicken. Ein Höhepunkt war sicherlich der Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft im Luftpistolenschießen 1997. Ein Riesenerfolg, zumal die Mannschaft erst im selben Jahr in die Bundesliga aufgestiegen ist.
Der Vereinsschießstand im Leimgardsfeld wird von den Vereinsmitgliedern bereits seit 20 Jahren genutzt. In Borbeck trainieren die Schützen für die Wettkämpfe im Kreis, auf Bezirks- und Landesebene. Und natürlich auch für die Deutsche Meisterschaft. Trainiert wird mittwochs ab 18 Uhr (Kleinkaliber / -pistole) im Landesleistungsstützpunkt an der Friedrich-Lange-Straße 15. Am Freitag finden die Trainingseinheiten für Luftpistole, Luftgewehr und Armbrust ab 19.30 Uhr auf dem Vereinsschießstand statt. Vereinssportgeräte werden zum Training zur Verfügung gestellt. Interessenten sind nach vorheriger Absprache herzlich zum Training willkommen. Ansprechpartner unter www.esv1390.de
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