Wichtiger Dreier: RWE gewinnt Traditionsduell gegen Aachen mit 3:2

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Applaus: Die frühe Führung für Rot-Weiss Essen erzielte Philipp Zeiger. Archivfoto: Gohl

Die Heimpremiere des neuen RWE-Cheftrainers Sven Demandt ist geglückt: Nach einem Traumstart siegt Rot-Weiss Essen in der heutigen Regionalliga-Partie gegen Alemannia Aachen an der Hafenstraße verdient mit 3:2. Die drei Punkte geben den Essenern ein vielleicht entscheidendes Polster im Abstiegskampf.

Hach, waren das noch Zeiten: Rot-Weiss Essen auf Rang eins der Tabelle, Alemannia Aachen als engster Verfolger direkt dahinter. Wurden die Augen von Rot-Weiss-Anhängern vorige Saison feucht, als man in Erinnerung an Meisterschaften, Pokalsiege und Helmut Rahn schwelgte, sehnen die Fans inzwischen das letztjährige Titelrennen der Regionalliga-West zurück. Der Abstiegskampf der Essener läuft bisher so lala, nach einem 2:1-Sieg gegen Rot Weiss Ahlen ließ der RWE zuletzt drei Punkte gegen TuS Erndtebrück liegen. Das Traditionsduell gegen die Alemannia war also mehr eine Krisensitzung, Aachen blickt trotz besserer Tabellensituation ebenfalls auf eine verkorkste Spielzeit zurück.

Traumstart

Die Partie ist kaum angepfiffen, da geht der RWE mit 1:0 in Führung: Baier zirkelt in der 3. Minute einen Freistoß in den Sechzehner von Aachen, Abwehrriese Philipp Zeiger nutzt seinen Größenvorteil und lupft ihn per Kopf über Alemannia-Keeper Pierre Kleinheider ins Netz. Nur fünf Zeigerumdrehungen später muss Aachen die Kugel schon wieder zum Mittelkreis tragen: Senior Frank Löning flankt von links auf Marcel Platzek in der Mitte, flach und weit erhöht dann Kasim Rabihic auf 2:0. Die Hausherren scheinen die Partie in der Hand zu haben, aber die erste dicke Chance für Alemannia in der 23. Minute hat's gleich in sich: Fabian Graudenz läuft die rot-weisse Grundlinie entlang und legt mustergültig für Florian Rüter auf, der das Leder zum 2:1-Anschlusstreffer vorbei an Niclas Heimann in den Kasten einschiebt. Gut sieht die RWE-Defensive in dieser Szene nicht aus. Die Essener lassen den Ball schön laufen, trotzdem geht die nächste nennenswerte Gelegenheit erneut an Aachen: Daniel Engelbrecht hat freie Schussbahn, setzt sich aber auf den Allerwertesten, so dass der Ball über den Kasten segelt. Mit der unterm Strich verdienten Führung für Rot-Weiss Essen verschwinden die beiden Mannschaften in den Kabinen.
Hitzig der Start in Hälfte zwei: Erst legt Aachen mit zwei halben Chancen vor, dann taucht Rot-Weiss mit Platzek vor dem Kasten der Gäste auf. Am Drücker ist jetzt eher die Alemannia, RWE steht hinten drin. In der 58. Minute ist Nils Winter schneller als Leon Binder und legt quer – die Hereingabe verpasst Rüter um Millimeter. Auf der anderen Seite tritt Kevin Grund drei Zeigerumdrehungen später zur dritte Ecke in Folge an, diesmal findet er den Kopf von Platzek, der zum 3:1 einnetzt. Der Sieg ist den Gastgeber längst nicht sicher, die Lufthoheit nicht absolut: Freistoß Aachen in der 79. Minute, Heimann kommt raus und fliegt am Leder vorbei, Maximilian Rossmann köpft in den leeren Kasten. Die Schlussphase wird noch einmal spannend, beinahe vermiest Aachen dem RWE den Sieg: Auf der Linie klärt Leon Binder in der 90. Minute, nachdem Taku Ito mit einem schmucken Fallrückzieher Keeper Heimann bereits bezwungen hatte. Dann ist Schluss, das Traditionsduell endet mit 3:2.

Wichtiger Sieg

Der Sieg ist für die Essener enorm wichtig, endlich hat man ein Drei-Punkte-Polster zu den Abstiegsplätzen und ist auf gleicher Höhe mit SC Wiedenbrück und SV Rödinghausen. Fünf Partien hat der RWE noch vor der Brust, Gegner am nächsten Samstag ist um 14 Uhr die zweite Mannschaft des Erzrivalen FC Schalke 04.
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