Jugendprojekt des Hundehilfe Deutschland e.V.

„Sie quietschen, rennen, reißen die Hände hoch“, kennt Jessica Schütt typische Reaktionen, wenn Kinder auf fremde Hunde treffen. Daran möchte der Essener Verein Hundehilfe Deutschland etwas ändern. Die Hundetrainerin und das übrige Team haben im Sommer ein besonderes Projekt an der Heißener Straße 248b gestartet.

Ziel ist es, jungen Menschen einen angemessenen Umgang mit den Vierbeinern zu vermitteln, sicher und artgerecht. „In diesem Alter damit anzufangen, hilft ungemein, um späteren Ängsten und Fehlverhalten vorzubeugen“, ist sich Schütt sicher. Und auch Vorurteilen, speziell gegen sogenannte „Listenhunde“ - ein Schwerpunkt des Vereins.
Eine elfköpfige Gruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren trifft sich wöchentlich, zu einem Jahresbeitrag von 20 Euro, um mit den Hunden zu trainieren. Das reicht vom regelmäßigen Spaziergang über die Fütterung bis zur Ersten Hilfe am Tier.
„Im Sommer hatten wir acht Welpen, die haben die Kids mit der Flasche groß gezogen.“ Ein besonderes Erlebnis, nicht nur für die zehnjährige Sina. Ein eigenes Tier darf sie Zuhause nicht halten. „Wir haben ein Baby in der Familie und das hat bei unserem Hund immer geschrieen“, erinnert sie sich. Umso glücklicher ist sie, nun hier eine der Paten für die zu vermittelnden Tiere sein zu dürfen.
Neben den alltäglichen Aufgaben nimmt sie teil an den Agilitätsübungen und kleinen Wettbewerben, die Mensch und Tier fit halten - und natürlich allen großen Spaß bereiten. So auch die kleine Aufführung vor dem Weihnachtsfest. „Da habe ich als kleinster Wichtel den Rudolph geführt“, ist Sina, die die zweite Leine an der Seite eines Aufsichtspflichtigen hielt, stolz. Das rotnäsige Rentier heißt eigentlich Sammy und ist ein Dogo-Argentino-Mix.
„Wir machen aber auch Ausflüge“, ergänzt Schütt. So zum Beispiel in den Duisburger Zoo, wo es um Wildtiere und Artenschutz ging. Nächstes Jahr soll es vielleicht auf eine Ferienfreizeit, zum Beispiel auf einen Bauernhof gehen. „Aber das ist noch offen“, ist Schütt betrübt. Denn die Zukunft des Vereins ist ungewiss.

„Wir müssen bis September räumen!“

„Das Gelände jedenfalls müssen wir zum September räumen.“ Ein neues Objekt ist noch nicht gefunden. „Wir haben einige in Aussicht, aber noch nichts in Essen.“ Optimal wäre für die Tierpflegerin, die auch im eigenen Haushalt Kinder und Hunde vereint, sogar ein Hof in Essen, auf dem man zusätzlich zum Beispiel Pferde halten könnte. Da hätte die Jugendgruppe, die sogar eine eigene Stimme im Vereinsvorstand hat, gewiss auch nichts dagegen.

Autor:

Sara Drees aus Dortmund

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