Keine kalten Füße: Handarbeitskreis spendete über 290.000 Euro

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Margret Severin(r.) und Renate Rubart hatten am letzten Wochenende alle Hände voll zu tun. Der traditionelle Osterbasar des Handarbeitskreises nimmt eine Menge Zeit und Kraft in Anspruch. Deshalb würden sich die Damen über Verstärkung freuen. Fotos: Debus-Gohl
 
Seit mehr als vier Jahrzehnten sind die Damen des Handarbeitskreises Herz Jesu in Frintrop aktiv. Haben seit dem mit ihren Arbeiten eine Menge Gutes geleistet und viele Organisationen und Einrichtungen unterstützt.

Langeweile kennen Margret Severin und Renate Rubert nicht. Am Wochenende waren die beiden Damen komplett eingespannt. Von früh bis spät. Grund war der alljährliche Osterbasar des Handarbeitskreises Herz Jesu. Auch diesmal war das Pfarrheim am Leoplatz an beiden Veranstaltungstagen rappelvoll, das reichhaltige Angebot an Handarbeiten lockt seit Jahren viele Fans nach Unterfrintrop. Wer aus dem Ortsteil verzogen ist, wird telefonisch von dem Termin in Kenntnis gesetzt. Margret Severin hat eine Liste, die sie regelmäßig vor den Veranstaltungstagen "abtelefoniert".

Zwei Termine sind für Margret Severin und die Handarbeitsdamen fix: der für den Oster- und den Weihnachtsbasar. Dann bieten sie jeweils eine unglaubliche Auswahl an handgearbeiteten Dingen im Pfarrheim an. Um das leisten zu können, wird das ganze Jahr über fleißig gestrickt, genäht, gehäkelt und gestickt.
Dazu treffen sich Margret Severin, Renate Rubert, Annie Dimmsaat, Helga Ochmann, Elisabeth Leppers-Johann, Katharina Tatar, Erika Zink und neuerdings auch Anja Köster jeden Mittwoch Vormittag von 9 bis 12 Uhr im Pfarrheim. "Zum gemeinsamen Arbeiten in gemütlicher Kaffeerunde", berichtet Margret Severin.
Über Verstärkung würde sich die Runde freuen. "Gerne auch Anfängerinnen", so Margret Severin weiter. Den Neulingen würden die erfahrenen Strickerinnen, Stickerinnen, Näherinnen, Häklerinnen und Bastlerinnen mit Rat und Tat und vor allem auch Erfahrung zur Seite stehen.

Volle Verkaufstische

Der Kreis der fleißigen ehrenamtlichen Handarbeiterinnen ist in den letzten Jahren deutlich kleiner geworden. "Einige sind verstorben, andere schaffen es nicht mehr", weiß Renate Rubert. Von ehemals über 30 Mitgliedern sind acht geblieben. Und die schaffen es noch immer, die Verkaufstische für die Basartage zu füllen. Trotz der vielen Arbeit kommt der Spaß keineswegs zu kurz: „Was wir Mittwochs morgens herstellen, wird oft danach wieder aufgeribbelt und zu Hause in Ruhe ordentlich neu gemacht. Wir quatschen bei unseren Treffen meist viel zu viel. Da kommt die Konzentration so manches Mal zu kurz“, verrät Margret Severin schmunzelnd.
Warum sie bis heute so engagiert bei der Sache ist, weiß sie genau: Das Ganze ist für den guten Zweck. Auch außerhalb der Basartage können Interessenten Handarbeiten kaufen oder Aufträge bei den Damen des Handarbeitskreises los werden. "Einfach mittwochs im Pfarrheim vorbeikommen", erklärt Renate Rubert. Die Bandbreite ist enorm: maßgeschneiderte Puppen- oder Teddymode, Tischdecken auf Maß für jeden Tisch, Kerzen mit individueller Beschriftung, Socken, Handschuhe, Mützen, Schals, Schmuck und auch Grußkarten für jeden Anlass finden sich im Angebot.
Unterstützt werden die acht fleißigen Damen von drei weiteren Helferinnen in Heimarbeit: Hildegard Gennen, Petra Otto und Karen Streckstor sind mittwochs vormittags nicht mit dabei, spenden ihre Handarbeiten aber ebenfalls für den guten Zweck. Die kompletten Erlöse, die Margret Severin und ihre Mitstreiterinnen erzielen, werden gespendet.

Niemand hat mehr kalte Füße

Margret Severin ist seit 45 Jahren Mitglied des Handarbeitskreises, hat die Truppe mitgegründet. „Eigentlich dürfte in Frintrop niemand mehr kalte Füße haben, so viele Socken, wie wir seit unserer Gründung schon gestrickt und verkauft haben“, mutmaßt sie belustigt. Wie produktiv die Damen waren, zeigen die vielen Tausend Euro, die sie in den letzten vier Jahrzehnten erarbeitet haben.
„Mit dem Geld haben wir schon sehr viele verschiedene Dinge unterstützt“, verrät Margret Severin: Die Kinderkrebshilfe, die Elterninitiative krebskranker Kinder, das Hospiz, einen Kindergarten oder ein Altenheim. Auch eine Delfintherapie haben die Handarbeitsdamen bereits möglich gemacht. Das Friedensdorf Oberhausen gehört zu den regelmäßigen Spendenempfängern, ebenso wie die Kinderkrebshilfe. "Das Friedensdorf hat bereits 60.000 Euro Unterstützung von uns erhalten. Und wird auch in diesem Jahr wieder von uns bedacht.“
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