Die Nacht der Industriekultur

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Jens Weber, Arne von den Bring und Beate Tekloot (v.l.) laden zur ExtraSchicht - unter anderem ins Aquarius. PR-Foto Köhring/TR
 
v.l. Jens Weber, Arne von den Bring, Beate Tekloot / PR-Foto Köhring/TR

Am kommenden Samstag, 25. Juni, ist es wieder soweit: Von 18 bis 2 Uhr lädt die Ruhrtourismus zur Extraschicht - der langen Nacht der Industriekultur. In 20 Städten präsentieren sich 48 bekannte und weniger bekannte Spielorte in einem ganz anderen Licht.

Die ExtraSchicht gastiert auf ehemaligen und sogar aktiven Hochofenarealen (ThyssenKrupp Duisburg), Gasometern oder Zechen. Im Angebot sind außergewöhnliche Performances, Konzerte, spannende Führungen und Mitmachaktionen.

Aktionen in Mülheim



Mülheim bietet mit dem Aquarius und dem MüGa-Park zwei bekannte Spielorte an, die aber in einem völlig neuen Licht erscheinen.
„Das Aquarius Wassermuseum an der Burgstraße in Styrum verwandelt sich in eine Insel“, erzählt Beate te Kloot. Das Wasserturm erinnere ,zumindest Kinder, oft an einen Leuchtturm, sagt die Museumspädagogin während des ExtraSchicht-Pressegesprächs. „Wir stellen den Besuchern auf der Bühne eine 'Insel' zur Verfügung. Welche das ist und was auf ihr passiert, entscheidet das Publikum.“ Die Wünsche setzt das Ensemble des Improvisationstheaters „Tatendrang“ dann um. Zur Auswahl stehen die Inseln Lmmerland, Alcatraz, Atlantis, die Schatzinsel, Tortuga und Hawaii. Auch das Genre, Western, Piraten, Krimi oder Horror, bestimmen die Besucher. Ein paar Requisiten stehen dafür bereit.

Dazu gibt es Musik von den „Happy Gangstas“, die sich auf eine Reise der musikalischen Stile – von Cha-Cha-Cha über Polka bis Jazz - begeben. Zahlreiche Ohrwürmer aus vielen Ecken der Erde werden zu hören sein.
Balladen von der „grünen Insel“ bietet musikalisch das Duo „Pot O'Stovies“, die auch Elemente von Rauf-, Sauf- und Rebellensongs enthalten.

"Flaschenpost" abschicken und gewinnen


Und wer auf der „Insel“ gestrandet ist, kann natürlich auch eine Flaschenpost absenden – die allerdings über die Ruhr in die Welt geschickt wird. „Wer mag, erhält eine Flasche mit einem Papierbogen. Diese nimmt er mit zu den nächsten Stationen und macht dort jeweils ein Bild. Auf dem Papierbogen schreibt dann der Einzelne, die Geschichten auf, die er auf dem Weg oder vor Ort erlebt hat. Die Bilder und Texte schicken die Mitmacher dann an uns. Die besten Geschichten werden prämiert.“ Natürlich können Bilder unabhängig von der Teilnahme bereits während der Veranstaltung auf Facebook hochgeladen werden.

MüGa-Park in anderem Gewand


Am zweiten Mülheimer Spielort, im MüGa-Park, heißt es „Stein, Schere, Papier … Laser“. Das uralte Spiel enthalte alle Elemente, die sich an dem Abend im Park wiederfinden. Das sagte Jens Weber, Leiter des Eventmanagements der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) als Ausrichter.
So findet sich das Thema Papier in zwei Veranstaltungen wieder: An den drei großen „Papp-Cajon-Workshops (18.30, 20 und 21.30 Uhr) können bis zu 200 Besucher teilnehmen. Sie basteln das Instrument zusammen, lernen die Grundtöne und musizieren am Ende miteinander. Anschließend darf jeder den Papp-Cajon (Kistentrommel) behalten, der als Hocker eine Tragkraft von über 100 Kilogramm besitzt.

Filigraner und sehr viel kleiner geht es im Papiertheater in der Camera Obscura zu. Papierlampions weisen den Weg dorthin. In den Bäumen des Parks finden einer der Performances die Scheren wider. „Und die Steine sind ja derzeit Thema bei der Restaurierung der Schlossmauer“, erklärt Weber.

Dazu gibt es jede Menge Musik auf der Bühne am Ringlokschuppen mit „Paperstreet Empire“ und später (ab 22 Uhr) im Heidi Hoh des Schuppens mit DJ Casio. Führungen durch das Hochschloss, die Camera Obscura und einigen „nichtöffentlichen“ Räumen des Ringlkoschuppens stehen ebenfalls auf dem Programm. Zweimal am Abend geht vom Schlosshof aus der Laser auf Reisen. Die Show, kombiniert mit pyrotechnischen Elementen und Musik, strahlt ab 22.45 und ab 23.45 Uhr über die Stadt.

Gäste aus den USA und China auf dem Weg


Rund 200.000 Besucher erwartet Arne van den Brink, Projektleiter der Extraschicht, zur größten Kulturveranstaltung des Ruhrgebiets. Er geht davon aus, dass rund ein Viertel der Besucher von außerhalb in das Ruhrgebiet ströme. Es gebe sogar Anmeldungen aus den USA und der Volksrepublik China. „Auch in diesem Jahr zeigen sich die Veranstaltungsorte wieder in einem außergewöhnliche Gewand, dass man so nie wieder sehen wird.“ Neu sei die Möglichkeit, eine Bustour durch das Hochofenareal von ThyssenKrupp in Duisburg zu unternehmen. Auch eine Fahrt mit dem Restauranteisenbahnwagen von Alfried Krupp sei möglich.

„Natürlich hoffen wir wieder, dass sich die Besucher auch zu den Glanzpunkten in den anderen Ruhrgebietsstädten aufmachen. Shuttlebusse stehen bereit, um die Besucher schnell von einer Spielstätte zur nächsten zu bringen.“

Karten ab sofort erhältlich


Karten gibt es Vorverkauf für 17 Euro (erm. 14 €). Ein Vierpersonenticket kostet 58 Euro. Inhaber der Ruhr.Topcard zahlen 8.50 Euro. Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Die Tickets gibt es unter www.extraschicht.de, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und in den Kundenzentren der Verkehrsunternehmen und den DB-Reisezentren und -agenturen. An der Abendkasse kostet das Ticket 20 Euro. Mit den Tickets können alle Shuttlebusse und Fahrten im Nahverkehrsnetz des VRR und VRL (2. Klasse) zu den Veranstaltungsstädten kostenlos genutzt werden.
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