Georg-Schriever-Haus in Kettwig: Wünsch‘ Dir was

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Als Gabriele Krentscher-Peus, Beiratsmitglied des Georg-Schriever-Hauses, beim Kettwig Kurier anfragte, ob man nicht einen Aufruf starten könne, dass für den Speiseraum des Hauses - am liebsten florale - Kunstwerke gesucht werden, da hatte sie nicht mit dieser riesigen Resonanz gerechnet.

„Eigentlich war ich überhaupt nicht überzeugt von der Idee, auf diese Weise anzufragen“, erinnert sie sich. Aber: Zwölf Künstler meldeten sich und erklärten sich bereit, ihre Werke - gegen Materialkosten - zur Verfügung zu stellen.
Vorausgegangen war die Grundrenovierung des Speiseraums: Neue Farbe, neue Beleuchtung. „Das Sammelsurium, das an der Wand hing, musste ausgetauscht werden“, erzählt Monika Parschat, ebenfalls Mitglied des Heimbeirats. „Und in letzter Sekunde haben wir mit dem Aussuchen der Gardinen gewartet, weil diese ja auch zur Kunst passen sollten.“
Zwölf Künstler, zwölf Ideen. „Dann mussten wir uns entscheiden“, berichtet Monika Parschat. „Und ich war in Malaysia.“ Aber die moderne Technik macht es möglich: Es wurden Mails getauscht, vor Ort natürlich auch die Heimbewohner einbezogen und dann war es die Kettwiger Künstlerin Yvonne Dahlmann-Müller, die ausgewählt wurde, weil ihre Idee für den Raum, die sie auf einem DIN A4-Zettel skizziert hatte, so gut gefiel.

Tolle Idee

Dabei hatte die Mutter von vier Kindern den Kurier gar nicht selbst gelesen... „Das war meine Mutter, die aber eigentlich auch schon wieder vergessen hatte, dass sie mir das zeigen wollte“, erzählt sie lächelnd. „Dann fiel gerade während eines Besuchs von mir bei ihr eines meiner Bilder von der Wand - und in dem Moment dachte sie wieder an den Kurier-Artikel.“
Welch‘ ein Glücksfall, denn die Werke von Yvonne Dahlmann-Müller passen wunderbar in den Raum: Immer zwei Bilder gehören zusammen, die Motive gehen ineinander über und alle zusammen haben die Überschrift „Wünsch‘ Dir was“. „Ich finde es wichtig, dass man in jedem Alter noch Wünsche hat“, erklärt die Künstlerin. „Das können ja auch ganz kleine Dinge sein, die einen einfach erfreuen.“ Und weil Blumen gewünscht waren, hat sie ihre Idee sozusagen floral verknüpft und das kann sich absolut sehen lassen!


Zur Person:

Mit zwölf Jahren entdeckte Yvonne Dahlmann-Müller ihre Liebe zu Farben.
Sie besuchte eine Schule für Grafik und Design, aber die Eltern wünschten sich eine „ordentliche“ Ausbildung.
Also wurde die Künstlerin examinierte Altenpflegerin, lernte medizinische Fußpflege und Massage.
Nachdem sie inzwischen vierfache Mutter ist startet sie einen Neuanfang als Künstlerin.
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