Noch niemals in New York: Patrick Schenk

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Zum 18. Geburtstag bekam er von der damaligen Freundin „Miss Saigon“-Karten geschenkt, total fasziniert saß er im Musical-Theater und dachte, das könnte mir auch Spaß machen. Heute steht Patrick Schenk selbst auf der Musical-Bühne bei „Ich war noch niemals in New York“.

Doch bevor er die Bretter, die die Welt bedeuten, betrat, lernte der gebürtige Stuttgarter und Wahl-Essener den Beruf des Automechanikers. Das Ingenieur-Studium, das sich anschloss, vollendete er nicht mehr, denn nach einigen Amateur-Engagements reifte der Entschluss, auf die Bühne zu wollen.
„Weil ich mich damals schon ziemlich alt fühlte, wollte ich so schnell wie möglich eine Ausbildung beginnen. Und Folkwang fing ein halbes Jahr früher als die anderen staatlichen Unis an“, erinnert sich Patrick Schenk. So reiste er ins Ruhrgebiet, machte die Aufnahmeprüfung - und fiel durch. „Doch danach wusste ich, worauf es ankommt, was verlangt wird. Beim nächsten Versuch hatte ich den Studienplatz“, erinnert sich der Künstler, der dort nach eigenem Bekunden perfekte Studienbedingungen vorfand.

Hauptwohnsitz Essen

Dass sein Hauptwohnsitz immer noch Essen ist, liegt allerdings mehr daran, dass seine Frau ein Engagement als Tänzerin am Aalto-Theater hat. „Ich mag die direkte Art der Ruhrgebietsmenschen sehr und fühle mich wirklich wohl“, erklärt der Schwabe, der in Rüttenscheid wohnt und klingt wie ein Österreicher. „Das liegt daran, dass ich vor meinem Engagement im Metronom Theater in Wien auf der Bühne stand“, gibt er zu. Mal sehen, wie lange es dauert, bis er den hiesigen Dialekt übernommen hat...
Bei „Ich war noch niemals in New York“ gehört er zur Cast, spielt den Kapitän genauso wie den Axel Staudach, die männliche Hauptrolle der Show. Was macht am meisten Spaß? „Der Axel, eindeutig. Aber jede Aufgabe hat ihren Reiz“, sagt er. Klar, als Axel kriegt er zum Schluss die schöne Lisa... „Weil die Choreographien in unserer Show viel mehr sind als Beiwerk, macht auch das viel Spaß“, verrät er, denn „Ich war noch niemals in New York“ versprüht Broadway-Glamour bei den Tanzszenen.
Dass Patrick Schenk bei Studienbeginn bereits 26 Jahre alt war, lag auch daran, dass er nicht aus einer Theaterfamilie kommt. „Bei vielen Kollegen ist das so, die haben schon als Kinder Bühnenluft geschnuppert“, erzählt er. „Mein Vater ist KfZ-Meister, als er mich in Werden besuchte und sich im Theatersaal ans Klavier setzte und spielte, war ich total überrascht. Ich wusste nicht, dass er das kann.“ So war das Talent eben doch in die Wiege gelegt. „Wenn ich beim Schlussapplaus Menschen sehe, die vor Glück weinen und das passiert öfter als man denkt, dann weiß ich, warum ich meinen Beruf liebe“, stellt er fest. Und vielleicht sitzt ja der eine oder andere 18-Jährige im Theater, der nachdem er Patrick Schenk gesehen hat, weiß: Das will ich auch einmal machen...

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