Projekt Schülerportfolio THG

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Das „Schulleben“ ist mehr als Zeugnisse. Damit die vielfältigen Aktivitäten, Ehrungen, Zertifikate und Zeugnisse nicht verbummelt werden, gibt es für jeden Schüler am Theodor-Heuss-Gymnasium den Schülerportfolio-Ordner. (Foto: Claus Bedbur)

Kettwig. Nie wieder ein Zeugnis oder das Sprachzertifikat für die Bewerbung suchen. Das ist das Ziel eines neuen Projektes am Theo-dor-Heuss-Gymnasium. Als erste Klasse erhielten am Donnerstagmorgen die Schüler der Klasse 5b ihre Portfolio-Ordner.



„Das ist euer Ordner“, sagt Christian Reindl, Lehrer am THG, den 29 Schüler der 5b und hält ihn hoch. Die Mädchen und Jungen fiebern ihm entgegen.
Dann geht alles ganz schnell: Er, Anja Hamm, Sabine Rast Burkhalter vom Förderverein und die Sparkassenvertreter Michaela Bartels und Sven Waschitzki verteilen die stabilen Hefter.

"Eine gute Idee"


„Ich finde, dass das eine gute Idee ist “, meint Bartels. Die stellvertretende Filialleiterin der Sparkasse Kettwig erinnert sich an ihre Schulzeit. „Da gab es so etwas noch nicht. Für euch ist das wichtig, denn ihr habt dann bei Bewerbungen alles in einem Ordner“, fährt sie fort.
Förderverein und die Sparkasse sponsern die Idee mit je 1000 Euro. „Der Sparkassenanteil stammt aus dem PS-Sparen“, erläutert Waschitzki, Jugendmarktbetreuer in der Kettwig Filiale.
Pro Los fließen 25 Cent in einen Topf für den guten Zweck. Damit unterstützt die Sparkasse lokale Projekte wie jetzt das Portfolio-Ordner-projekt am THG.„Ein ehemaliger Schüler regte an, doch all die besonderen Leistungen und Aktivitäten mal zu erfassen“,erinnert sich Reindl. Ab jetzt sammeln die Schüler in dem Hefter neben den Zeugnissen auch andere erbrachten Leistungen. Das können außerschulische Sprachzerfikate oder Sporturkunden sein. Auch Bescheinigungen für besonderes Engagement in der Schülervertretung, als Ersthelfer oder Streitschlichter finden den Weg in den Ordner.

Außerschulische Zertifikate einordnen


Aber auch Erfolge in den Bereichen MINT, Theater, Musik oder schulnahen Aktivitäten gehören in die Mappe. Den krönenden Abschluss bilden schließlich die Ergebnisse des dualen Praktikums und des Auslandsbetriebspraktikums im nordamerikanischen Atlanta.
„Geplant ist, all diese Aktivitäten am Ende der Schulzeit auf einem Extrablatt dem Schulzeugnis beizulegen.“
„Dahinter steht die Idee, dass Zeugnisse das Schulleben nur in Teilen widerspiegeln.“
(Projektbeauftragter Christian Reindl.)

Zeugnisse sind nicht alles


„Das ist auch eine gute Idee“, findet Bartels. „Die Zeugnissnoten allein sagen nicht alles aus. Durch die beigefügte Liste können sich Personaler ein besseres Bild von den jungen engagierten Menschen machen.“
Der Ordner bleibt bei den Schülern zu Hause. Nur bei der Verteilung der Zeugnisse oder anderer Urkunden bringen sie ihn wieder mit in die Schule.
„Natürlich dienen die Nachweise auch dazu, das Selbstbewusstsein der Schüler zu fördern. In dem Ordner sehen sie, was sie in den jeweiligen Schuljahren so alles erreicht haben“, erklärt Reindl den pädagogischen Nutzen.
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