Serviceleistungen für Radfahrer

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So könnte die Radstation am Promenadenweg aussehen. Grafik: privat

Kommt eine Radstation mit Außengastronomie vor dem Gastschiff Thetis?


In unmittelbarer Nähe ihres Gastschiffes „Thetis“ am Promenadenweg konnten Detlef Horch und seine Familie bisher eine Radstation mit Außenbewirtschaftung führen. 40 Plätze boten nicht nur Radfahrern die Gelegenheit zum Verweilen und zur Stärkung.

Der Eigentümer des Grundstücks hatte aber zum Ende 2014 die Kündigung ausgesprochen, so Horch: „In der Folgezeit wurden wir von Kettwigern wie auch von Fahrradtouristen häufig mit Bedauern auf den Wegfall der Radstation angesprochen.“
Auch nach Einschätzung des HVV führte die Schließung zu einer deutlichen Verschlechterung der Versorgung auf dem so beliebten RuhrtalRadweg. Im Bereich zwischen Baldeneysee und Mülheim befindet sich kein weiterer Anlaufpunkt, der eine radfahrspezifische Versorgung bietet. Gleiches gilt für den in Kettwig startenden PanoramaRadweg Niederbergbahn.
Die Serviceleistungen für Radfahrer umfassen zum Beispiel die Bereitstellung von Werkzeug, Fahrradschläuchen und Kleinteilen für Reparaturen, aber auch - für den Tourismus in Kettwig wichtig - Ortspläne und Informationen über Sehenswürdigkeiten, Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten in Kettwig. Darüber hinaus ist die Installation einer Stromtankstelle für E-Bikes geplant.
Eine Versorgung der Radfahrer über die bestehende Gastronomie im Gastschiff „Thetis“ erscheint zwar angesichts der hohen Nutzungsfrequenz angezeigt. Doch die beengten Räumlichkeiten lassen diese Serviceangebote nicht zu. Die bisherigen Erfahrungen zeigen zudem, dass Radfahrer das Gastschiff aufgrund seiner besonderen Lage und der abweichenden Klientel nicht frequentieren.

Attraktive Naherholungsbereiche

Die aktuellen umfangreichen Baumaßnahmen mit dem zu erwartenden erheblichen
Einwohnerzuwachs am Kettwiger Stausee erhöhen darüber hinaus das Bedürfnis attraktiver Naherholungsbereiche, dem durch die gewünschte Nutzung einer Außenfläche
Rechnung getragen werden könnte. Ein vergleichbarer Bedarf hat in Werden am Ruhrufer bereits zur Genehmigung eines Biergartens mit Ladestation für E-Bikes geführt, so Familie Horch: „Deshalb haben wir uns an die Planung einer neuen Radstation gewagt, die zuständigen Fachabteilungen der Stadt Essen eingebunden, um letztendlich ein abgestimmtes Konzept vorlegen zu können.“ Im Rahmen eines gemeinsamen Ortstermins mit Politik, Verwaltung, Grün und Gruga und Polizei wurden die verschiedenen Möglichkeiten erörtert. Zur Diskussion steht für die Außengastronomie die Grünfläche rechts neben der „Thetis“ in Richtung Stauwehr, zwischen zwei Bäumen. Die Radstation mit ausreichenden Fahrradstellplätzen und einer E-Ladestation soll linksseitig am RWE-Stromkasten errichtet werden. Angedacht ist ein Betrieb innerhalb der Fahrradsaison, von April bis Oktober.

Aufwertung des Stadtteils

Aus Sicht von Grün und Gruga ist aber die Nutzung dieser Grünfläche skeptisch zu sehen, da ein Mindestabstand zu den Bäumen von zwei Metern einzuhalten sei, der Untergrund der Biergartenfläche nicht versiegelt werden dürfe. Hier wären entweder der Einbau einer wassergebundenen Platzfläche oder die Verwendung von offen-porigem Pflaster vorzusehen. Dies würden die Betreiber berücksichtigen: „Die Ausgestaltung ist aufgrund der Hinweise von Grün und Gruga so angedacht, dass keine festen Aufbauten, sondern versickerungsfähiger Untergrund Verwendung finden würde.“ Doch die Realisierung steht vor weiteren Hürden. Mit Anwohnerbeschwerden ist zu rechnen, da die „Thetis“ beabsichtigt, für die Außengastronomie drei Meter hohe Schirme aufzustellen. Auch die Weisse Flotte Baldeney hat Pläne für die Grünfläche, wie Geschäftsführer Franz-Josef
Ewers erläuterte: Durch einen neuen Anleger und einen Pavillon in Höhe des derzeitigen Anlegers möchte die Weisse Flotte die Aufenthaltsqualität für ihre Gäste verbessern. Bei der Realisierung beider Projekte würde aber kein Grünstreifen mehr übrig bleiben. Für die Projekte Radstation, Außengastronomie, neuer Anleger und Pavillon soll bald der Bezirksvertretung ein neues Gesamtkonzept vorgelegt werden.
Familie Horch ist zuversichtlich: „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir gemeinsam diese Aufwertung unseres Stadtteils für den Radverkehr vorantreiben könnten!“
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