Trauer um Werner Ruhnau

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Werner Ruhnau (rechts) hier bei einem Empfang zu seinem 90. Geburtstag im April 2012. (Foto: Gerd Kaemper)

Werner Ruhnau ist tot. Der in Kettwig lebende Architekt starb am Freitag im Alter von 92 Jahren. Berühmtheit erlangte Ruhnau durch den Bau des Gelsenkirchener Musiktheaters im Revier.

Insbesondere sein integratives Rollenverständnis („Als Architekt betrachte ich mich auch als Intendant oder Regisseur, der gemeinsam mit Künstlern und Technikern wie Statikern, Handwerkern, Akustikern ein Werk gestaltet.“) prägte jahrzehntelang das Schaffen des Wahl-Kettwigers. Seine Theaterbauten und Spielstraßenkonzepte, sein städtebauliches und kulturpolitisches Engagement stehen im Kontext seiner Forschungen zu Mensch und Umwelt, Klima, Raum und – als zentralem Gedanken – dem Spiel im umfassenden Sinne.

Geboren am 11. April 1922 in Königsberg, studierte Werner Ruhnau Architektur, Kunst- und Baugeschichte an den Technischen Hochschulen Danzig, Braunschweig und Karlsruhe. Sein erstes großes Projekt war das Baubüro der Land­wirtschaftskammer Münster (1950-55). Ab 1956 war Werner Ruhnau dann verantwortlich für das Theater in Gelsenkirchen. Weitere Stationen seines Schaffens war die Teilnahme an der New Yorker Ausstellung „German theatre today“ im Jahr 1961, die „Olympische Spielstraße München“ (1972), Umbauten für das Schauspielhaus Frankfurt (1978), der Umbau des Essener Grillo-Theaters (1986-89), die Beteiligung an der Künstlernekropole in Kassel (1990) und der Umbau des Theaters der Altmark in Stendal (1992-95).
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