Kettwig: Kufen wirbt für Beratung in Sachen Energiesparen

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Wie kann man Immobilien energiesparend umrüsten, darum ging es am Sonntag (11.09.2016) im Alten Bahnhof Kettwig. (Foto: Ulrich Bangert)

Rund 1500 Immobilienbesitzer im Bereich der Kettwiger Altstadt bis hin zum Hummelshagen auf der einen und Brederscheid auf der anderen Seite erhalten in den kommenden Tagen Post. Die Klimaagentur Essen bietet den Haus – und Wohnungseigentümern eine Erstberatung zum Thema Energiesparen an.

„Die städtische Klimaagentur berät unabhängig und neutral“, betont Oberbürgermeister Thomas Kufen. Am vergangenen Sonntag stellt er zusammen mit der Klimaagentur das Förderprogramm im Alten Bahnhof vor.
„Viele Menschen in unserer Stadt sind sehr umweltbewusst. Wir bieten ihnen nun an, ihre Immobilie auf energetische Schwachstellen untersuchen zu lassen. Das kostet erst einmal nichts“, sagt Kufen. „Aber nach der Beratung kennt der Eigentümer mögliche Schwachstellen und kann entsprechend handeln.“ Ziel der Aktion sei, künftig Energie in allen Bereichen optimal zu nutzen. Gerade im Bereich der Wohnbeheizung sehen alle Experten noch relevante Einsparmöglichkeiten.
„Auch wir von der Bezirksvertretung sind von dem Angebot überzeugt“, fährt Bezirksbürgermeister Dr. Michael Bonmann fort. Das Programm, das erste der Stadt Essen für ein Wohnquartier, sei ein guter Schritt, die Natur zu entlasten. „Und es wird Zeit, etwas zu tun“, sagt er und verweist auf die Stürme der vergangenen Jahre. Die Natur beginne, sich zu wehren.
„Wir schweben nicht irgendwo über den Wolken“, erklärt Dagmar Wolsing die Arbeit der Klimaagentur. Vielmehr gehe es bei dem Projekt „ganz konkret um die Immobilie des jeweiligen Eigentümers. Wir haben dieses Quartier in Kettwig ausgesucht, weil es dort eine Vielzahl unterschiedlichster Gebäudetypen aus unterschiedlichsten Zeiten gibt.“
Zusammen mit NRW Urban und der Verbraucherzentrale erhalten die ersten hundert Interessenten die kostenlose Erstberatung. „Die Beratung dauert zirka 90 Minuten“, erläutert Udo Sieverding, Energieexperte der Verbraucherzentrale. „Sie beginnt mit der Begehung des Hauses, vom Keller bis zum Dach. Zusätzlich schauen wir uns die Energieverbräuche der vergangenen drei Jahre an. Wer bereits einen Energiepass besitzt, sollte ihn bereitliegen haben. Aus den Informationen ergibt sich dann, ob und wenn ja, wie Energie eingespart werden kann.“ Die möglichen Maßnahmen seien speziell auf der Immobilie zugeschnitten und natürlich auch vom Budget abhängig. „Bereits kleine Veränderungen können viel einsparen.“ Dabei decken die Berater alle Möglichkeiten ab. „Das können technische Veränderungen, Dämmungsmaßnahmen der unterschiedlichsten Art oder neue Fenstern und Türen sein.“ Die Berater beantworten auch Fragen nach angedachten Modernisierungen oder Umnutzungen. Sie fragen nach den Nutzern und deren Nutzungsverhalten. Und sie erläutern, was man gegebenenfalls auch selbst an Maßnahmen durchführen kann. Die Berater kennen sich ferner im „Förderdschungel“ aus, um das Budget zu entlasten. Auf Wunsch weisen sie auch auf kompetente Fachbetriebe hin. In der schwierigen Materie der Energieeinsparung in Denkmalen kennen sich die Berater ebenfalls aus. Nach dem Termin vor Ort erhalten die Eigentürmer ein Beratungsprotokoll und zusätzliches Informationsmaterial für die möglichen weiteren Schritte. Ziel sei neben der Einsparung auch eine Wohnwertverbesserung, die sich bei einer möglichen Veräußerung des Objektes positiv niederschlagen kann. Außerdem verringere sich die Energiekostenrechnung.
„Jeder, der Interesse hat, kann sich ab sofort bei uns melden“, betont Wolsing. Marion Trautmann nimmt unter Tel.: 0211 54238490 (marion.trautmann@nrw-urban.de) Anmeldungen für Beratungswünsche entgegen. Weitere Infos zum Projekt erläutert Bernd Halbe von der Klimawerkstadt Essen. Er ist unter Tel.: 0201 8859209 oder per Mail unter bernd.halbe@umweltamt.essen.de erreichbar.
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