Ascheplatz gefährdet Existenz des Kettwiger Fußball-Nachwuchses

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Auch der Kettwiger Fußball-Nachwuchs würde sich freuen, möglichst bald nicht mehr auf Asche, sondern auf Kunstrasen dem runden Leder hinterher zu jagen. (Foto: Bangert)

Zum Themenkomplex „Immobilienbestand der Sport und Bäderbetriebe (SBE) im Bezirk IX“ standen bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung IX im Kettwiger Rathaus Tanja Nolzen aus der Verwaltung und Ralf Becker vom Sportstätten-Management Rede und Antwort.

"Die Vereine müssen an die Stadt herantreten"


Hier wurde von den Ortspolitikern angefragt, wann denn endlich Kettwig „dran“ sei mit zumindest einem Kunstrasenfeld. Hier läge noch keine offizielle Anfrage der betroffenen Fußballer vor, ließ Ralf Becker vernehmen: „Da müssten die Vereine mal an die Stadt herantreten!“ Daniel Behmenburg hatte festgestellt, dass man sich beim Fußball „ja nicht mehr die Knie aufschürfen“ wolle, die Ascheplätze deswegen schlicht und einfach ein existenzgefährdender Nachteil für den Kettwiger Fußballnachwuchs sei. Aufgrund der großen Entfernungen vertrage der Bezirk sicherlich noch einen Kunstrasen neben der Werdener Anlage.

"Das entspricht nicht ansatzweise den Tatsachen"


Dass keinerlei Kommunikation mit entsprechenden Verantwortlichen der Essener Sportszene bislang stattgefunden habe, entspricht nicht einmal im Ansatz den Tatsachen, heißt es in einer Erklärung an den Kettwig Kurier. Seitens des Förderverein KIS (Kettwiger Initiative Sportplatz), dessen Gründungsmitglieder der FSV, LAC, FC08, THG sowie KSV sind, wurde bereits mehrfach schriftlich als auch mündlich mit den Verantwortlichen der Essener Sportgesellschaft Kontakt aufgenommen, um die Möglichkeiten für die Umgestaltung des oberen Sportplatzes in eine moderne Multifunktionsanlage zu eruieren.

Vergesslichkeit oder Problemverdrängung


In der Stellungnahme wird darauf hingewiesen, dass auch durch den ESPO organisierte Treffen mit dem immer gleichen Personenkreis zum Thema "Umbau der Essener Sportstätten" stattgefunden habe – angefangen mit dem Vorsitzenden des Sport- und Bäderausschusses, Klaus Diekmann, dem Geschäftsführer des ESPO, Wolfgang Rohrberg, dem Betriebsleiter der Sport- und Bäderbetriebe, Michael Kurtz, dem Bezirksbürgermeister Dr. Bonmann sowie zahlreicher weiterer Persönlichkeiten aus Verwaltung und Politik. Wer also jetzt immer noch davon spreche, dass er auf eine Kontaktaufnahme seitens der Kettwiger Sportler wartet, leide unter einer unglaublichen Vergesslichkeit oder beherrsche die Verdrängung von Gesprächen und Problemen in Perfektion.

Für Kettwig einmalige Spendeninitiative


"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und werden noch in diesem Jahr mit einer für Kettwiger Verhältnisse wohl einmaligen Spendeninitiative starten, um allen Kettwiger Sportlern in naher Zukunft eine zeitgemäße Sportinfrastruktur anbieten zu können. Wenn Sie uns als Kettwig Kurier dabei nach Kräften unterstützen wollen, stehen wir Ihnen und allen interessierten Kettwiger Bürgerinnen und Bürgern zu einem gedeihlichen Informationsaustausch gerne zur Verfügung", heißt es in der Pressemitteilung.
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