Aufbau beginnt pünktlich

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Am frühen Montagmorgen begann die Aufstellung der Schulpavillons unter den kritischen Blicken von Anwohnern. Sie sind immer noch sauer auf die Stadt, weil die keine Infos bekanntgaben. Fotos: Heuer

Innerhalb von zweieinhalb Tagen stehen die Pavillons der Schule an der Ruhr

Unter den kritischen Augen von Anwohnern hebt der Autokran das erste Treppenteil vom Lastwagen. Bei schönsten Sonnenschein schwebt es entlang der Bäume über das Schuldach.


Auf der anderen Seite an der Graf-Zeppelin-Straße nehmen Udo Dobrzynski und seine Mitarbeiter das Teil entgegen. Sorgfältig lassen sie es auf den richtigen Platz heben - immer in engem Kontakt mit dem Kranführer auf der anderen Gebäudeseite. Dobrzynski, Chefmonteur und Geschäftsführer des Montagebetriebs, misst an einigen Stellen noch einmal nach. Dann gibt er sein OK: Um 8.19 Uhr setzt der Kranführer das erste Stück des neuen Gebäudes ab. Ein Mitarbeiter löst die vier Ketten, die sofort auf die andere Seite zurückschweben. Dort wartet bereits ein zweites Treppenteil.
Einige kritische Anwohner verfolgen das Spiel. Einer fragt, ob beim Zurücksetzen des Lastwagens der Hänger auf den privaten Garagenhof geschoben wird. Das verneint der Lastwagenfahrer. Und als er gegen 8.40 Uhr den Schulhof verlässt, berührt kein Fahrzeugteil die private Garageneinfahrt. "Wenn da etwas passiert, sind wir doch die Dummen", hatte der Anwohner unmissverständlich festgestellt. "Wir bleiben dann doch auf dem Schaden sitzen" hatte er befürchtet. Verärgert ist er - wie auch viele andere - dass die Stadt sie nicht vorab informiert habe. "Man hätte ja mal etwas zum Parkverbot und dem Zeitplan des Bauvorhabens erzählen können", lautet die einhellige Meinung. Zeit genug sei ja gewesen.
"Wenn der erste Fahrer die Baustelle verlässt, informiert er den nächsten Fahrer. Damit verhindern wir, dass sich zwei Lastwagen hier in der engen Straße begegnen", erklärt der Chefmonteur die Vorgehensweise. Am Mittwochnachmittag werden von den insgesamt 18 Lastwagen die 36 fertigen Bauteile abgeladen. Sie alle transportiert der Autokran über das Dach zu dem vorgesehen Platz. Der Projektleiter der Firma Fagsi schaut kurz vorbei und schaut zusammen mit Dobrzynski noch einmal auf die Pläne. Inzwischen fährt der zweite Lastwagen auf den Schulhof.
Das dreistöckige Gebäude mit seinen sechs Räumen besteht aus 36 Teilstücken. Jeweils zwei liefert ein Lastwagenzug pro Fahrt an. "In zweieinhalb Tagen sind wird fertig", erklärt Dobrzynski - vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Kurz vor der Fertigstellung hausen die Monteure noch die Treppen ein. Danach setzen sie ein zusätzliches Dach auf die Konstruktion, um eine optimale Entwässerung zu gewährleisten. 
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